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Neuss: Neuss: 200 Vorschläge für Zusatznamen gesammelt

Neuss : Neuss: 200 Vorschläge für Zusatznamen gesammelt

Der Aufruf der Stadt, Vorschläge für einen amtlichen Namenszusatz auf den Ortseingangstafeln zu machen, fand eine, wie Stadtpressesprecher Michael Kloppenburg meint, "erstaunlich gute Resonanz".

Fast 200 Vorschläge gingen aus der Bürgerschaft im Rathaus ein. Nach dem offiziellen Einsendeschluss ist man dort nun dabei, die Vorschläge in einer Liste zusammenzuführen, über die der Kulturausschuss des Rates in seiner nächsten Sitzung am 7. Februar beraten wird.

Das Land hatte im vergangenen Jahr die Möglichkeit eröffnet, mit solchen Zusatzbezeichnungen eine Besonderheit der jeweiligen Stadt herauszustellen und so auch Identifikation der Bürger mit ihrem Heimatort zu stiften. Der Stadtrat begrüßt diesen Vorstoß und bat die Bürger um Vorschläge.

Die SPD-Fraktion allerdings ließ schon vorab wissen, in welche Richtung sie tendiert. Sie werden den Vorschlag "Neuss am Rhein" unterstützen, weil dieser Namenszusatz bereits früher einmal geführt wurde, Identität für die Stadt und die Region stifte und gut klinge.

In der Tat ist der Zusatzname "am Rhein" sehr häufig auf der Vorschlagsliste, bestätigt Kloppenburg. Aber auch Quirinusstadt, Kreisstadt und, so Kloppenburg, "alle möglichen Kombinationen mit Schützenstadt".

Der Beschluss über einen Namenszusatz ist kostenfrei, die Umsetzung nicht. Das bestätigt Guido van Boven, Leiter des städtischen Betriebshofes und damit verantwortlich für den Neusser "Schilderwald".

Denn einfach nur den Zusatznamen auf die gelben Tafeln aufzukleben, sei nicht möglich. Erst müssten sie abmontiert, gereinigt und entfettet und danach beklebt werden — mit dem entsprechenden Arbeitsaufwand. Ein Problem dabei sei, dass man den Zusatz nicht in einer einheitlichen Schrift bestellen kann, denn die variiert auf den Tafeln im Stadtgebiet genauso wie die Größe der Tafeln selbst.

Ein weiteres Problem: Die Tafeln sind mit unterschiedlich stark reflektierenden Folien beklebt. Auch das wäre zu berücksichtigen. Aus seiner Sicht wäre eine Neuanschaffung aller Ortstafeln sicher auch die wirtschaftlichste Lösung. Nur dass jede Tafel ein Unikat und mit einem Stückpreis von 100 Euro das teuerste Verkehrszeichen überhaupt ist.

(NGZ)