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Neuss: 105 Anwohner fordern Tempo 30 für Straße "An der Obererft"

Unterschriften-Aktion in Neuss : Anwohnerpetition für ruhigeren Verkehr

Tempo 30, Umweltzone, bessere Fahrradwege: 105 Anwohner der Straße „An der Obererft“ wünschen sich viele Änderungen.

Schon seit Jahren wünschen sich die Anwohner der Straße „An der Obererft“ eine Verbesserung der Verkehrssituation. Der Neusser Ausschuss für Mobilität hat jetzt jedoch angekündigt, zuerst einmal das ganze Stadtgebiet vor dem Hintergrund eines generellen Tempo 30 zu betrachten. Doch das wird dauern, die Baumaßnahmen für die Straße wurden auf das Jahr 2020 verschoben.

Die Anwohner wünschen sich eine schnellere Lösung – 105 von ihnen haben in einer Petition ihren Neun-Punkte-Plan festgehalten. Bisher haben sie von der Stadt nur eine Bestätigung zum Eingang der Petition erhalten. Lediglich zwei Tage dauerte es, ehe die 105 Unterschriften gesammelt wurden, berichtet Joachim Stelzer, der seit 15 Jahren an der Straße „An der Obererft“ wohnt. Bei der Bürgerinformationsversammlung im August, in der die aktuelle Planung für die Straße vorgestellt wurde, traf Stelzer auf Gleichgesinnte. „Wir haben uns danach in der Nachbarschaft in einer kleinen Runde getroffen und beschlossen, dass wir was unternehmen müssen – und zwar schleunigst.“

Am 26. September, ein Tag vor der Sitzung des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung, reichten die Einwohner ihre Petition ein. Sie hofften, dass ihr Anliegen damit Teil der geplanten Besprechung über die Straße wird. „Doch die Petition kam in der Sitzung gar nicht zur Sprache“, sagt Stelzer. Bis heute wartet er auf eine inhaltliche Reaktion der Neusser Stadtverwaltung.

Die wichtigsten Punkte für die Einwohner sind die Begrenzung der Geschwindigkeit auf 30 Kilometer pro Stunde, ein Verbot des Schwerlastverkehrs und die Einbeziehung des Abschnitts in die Umweltzone. „Die Straße wird heute als Schulweg benutzt – ich sehe jeden Morgen Kinder vorbei laufen“, begründet Stelzer die Forderungen. Mit der A75 und der B1 gebe es für Lkw genug Ausweichmöglichkeiten. „Die allermeisten steuern den Hafen an, die müssen nicht durch diese Straße fahren, das ist ja Quatsch“, so Stelzer.

Ihre Forderungen wollen die Anwohner am kommenden Dienstag, 30. Oktober, bei der Diskussionsrunde „Mobilität in der Stadt der Zukunft“, die von der SPD organisiert wird, darstellen. Die Veranstaltung findet um 19 Uhr in der Wetthalle auf der Rennbahn statt. Anwesend sind auch SPD-Vorsitzende Sascha Karbowiak und Bürgermeister Reiner Breuer.