Neues Café auf der Raketenstation

Stiftung Insel Hombroich : Neues Café auf der Raketenstation

Hinter dem Eingangstor entsteht im ehemaligen Gastatelier ein Café.

Wenn es nur auf die Handwerker ankommt, ist im Herbst alles fertig. Dann könnten Spaziergänger, Radfahrer und Besucher auf der Raketenstation wieder nachmittags eine Pause bei Kaffee und Kuchen oder vielleicht auch einer Suppe machen. Fast ein Jahr ist das Café Meisenkaiser nun schon geschlossen, der Pächter, der Künstler Sebastian Walther, war gewissermaßen Opfer seines eigenen Erfolgs geworden, konnte auf dem begrenzten Raum des in einer ehemaligen Baracke untergebrachten Cafés nicht mehr Herr der Menschenschlangen werden. „Ich habe manchmal 20 Stunden in der Küche gestanden“, erzählte er damals, denn wegen des geringen Platzes konnte er nicht gleichzeitig kochen oder backen, sondern musste nacheinander vorbereiten. Dennoch: Nur ungern hatte er den Pachtvertrag mit der Stiftung Insel Hombroich aufgelöst. 

Dieser aber war von Beginn an bewusst, dass die „Rakete“ ein Café braucht, suchte nach einem neuen, größeren Raum und fand ihn gegenüber des heutigen Stiftungsbüros in einer Baracke, die als Gastatelier genutzt wurde. Zurzeit wird dort noch kräftig umgebaut, aber der Geschäftsführer der Stiftung, Frank Boehm, ist zuversichtlich, dass die Handwerker bis Herbst fertig sind. Ob dann allerdings auch geöffnet wird, ist derzeit noch fraglich, denn die Stiftung findet keinen Pächter. „Es ist schwierig“, sagt auch Boehm, „denn natürlich kann man nicht immer genau sagen, wann wie viele Besucher kommen.“ 

(hbm)
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