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Heinz Hick (CDU): Zuviel Vorrang für Radler: Neuer Radweg in der Stephanstraße

Heinz Hick (CDU): Zuviel Vorrang für Radler : Neuer Radweg in der Stephanstraße

Ein Traum für Radler: Wer zukünftig mit dem Drahtesel vom Hermannsplatz aus in die Stephanstraße einbiegt, kann auf einer großzügig angelegten Radspur bis zur Steinhausstraße fahren. Bisher ist nur der aufgepflasterte Teil des Radweges vor dem Getränkemarkt Hilgers fertiggestellt. "Ende September wird der gesamte Umbau bis zur Steinhausstraße fertig sein", sagte Stefan Pfitzer, Beigeordneter für Planen und Bauen. Der aufgepflasterte Teil des Radweges im Bereich der Einmündung der Stephanstraße in die Gielenstraße ist bereits fertig. Die Fahrbahnmarkierungen im weiteren Verlauf fehlen noch. NGZ-Foto: A. Woitschützke -->

Ein Traum für Radler: Wer zukünftig mit dem Drahtesel vom Hermannsplatz aus in die Stephanstraße einbiegt, kann auf einer großzügig angelegten Radspur bis zur Steinhausstraße fahren. Bisher ist nur der aufgepflasterte Teil des Radweges vor dem Getränkemarkt Hilgers fertiggestellt. "Ende September wird der gesamte Umbau bis zur Steinhausstraße fertig sein", sagte Stefan Pfitzer, Beigeordneter für Planen und Bauen. Der aufgepflasterte Teil des Radweges im Bereich der Einmündung der Stephanstraße in die Gielenstraße ist bereits fertig. Die Fahrbahnmarkierungen im weiteren Verlauf fehlen noch. NGZ-Foto: A. Woitschützke -->

Hinter der Kreuzung werde der Radweg durch eine rote Fahrbahnmarkierung auf der ehemaligen zweiten Fahrspur weitergeführt. Der auf den ersten Blick überraschend breite Weg ist Pfitzer zufolge notwendig, weil es auf der linken Straßenseite keinen Fahrradweg geben wird. Zuvor war die Stephanstraße zweispurig in beide Richtungen. Der planungspolitische Sprecher der CDU, Heinz Hick, äußerte jetzt Bedenken gegen die Umwandlung der Straße in Fahrtrichtung Nordstadt in eine "untergeordnete Abbiegespur". Der Ausbau des Radweges sei vor Jahren beschlossen worden, dann aber liegengeblieben, da die nötigen Fördermittel ausgeblieben waren.

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Nun sei die Finanzierung gesichert und man habe eine alte Planung umgesetzt, ohne sie gründlich genug zu prüfen. "Es ist nicht gerechtigtfertigt, den Fahrradfahrern soviel Vorrang zu geben", glaubt Hick, der befürchtet, der Umbau der Straße könne sich durch zukünftige Planungen als Fehlinvestition erweisen. Bei einem Workshop zur Entwicklung der Furth sei die Idee aufgekommen, den Individualverkehr ab der Josefstraße zur Stadtmitte aus der Further Straße rauszuhalten und über die Wolbero-, Busch-, und die Stephanstraße umzuleiten. "Dann könnte es notwendig sein, die Umbaumaßnahmen wieder rückgängig zu machen."

Beigeordneter Pfitzer ist sich hingegen sicher, dass die Pläne im Rat und in den Ausschüssen ausreichend geprüft wurden. Ihm sind die Vorschläge für die Further Straße bekannt: "Es muss geprüft werden, ob es Möglichkeiten gibt, den Verkehr in Richtung Nordstadt teilweise von der Further Straße zu nehmen. In dieser Sache habe ich mir noch kein Urteil gebildet." Die Umlenkung sei trotz des breiten Radwegs und des Kreisverkehrs im Einmündungsbereich Buschstraßeauch über die Stephanstraße denkbar: "Es verbleibt immerhin eine Fahrbahn von 3,50 Meter Breite. Darüber hinaus ist theoretisch auch eine Umlenkung des Verkehrs über die Eisenbahnbrücke in die Fesserstraße möglich." Die Straße bleibe im ganzen Verlauf breit genug für den Schwerlastverkehr.

Zur Zeit sei die Stephanstraße jedenfalls auch als einspurige Fahrbahn nicht ausgelastet, bestätigt der stellvertretende Leiter des Tiefbauamtes, Friedhelm Hermkes: "Selbst zu den Hauptverkehrszeiten ist zu beobachten, dass der Verkehr vor allem im Kreuzungsbereich Gielenstraße/Stephanstraße problemlos fließt." Das liege nicht zuletzt daran, dass man an dieser Stelle ohne Ampelanlage auskomme, da die Radfahrer über eine deutlich sichtbare Abbiegespur von der Stephanstraße zur Rheydter Straße geführt würden. Dass die Maßnahme in erster Linie den Radfahrern entgegenkomme, will Pfitzer nicht bestreiten: "Wir müssen sichere und attraktive Wege in die Innenstadt auch für Radfahrer anbieten." Die Radwegeführung auf der Fahrbahn sei nach Meinung von Fachleuten die sicherste Lösung, da die Autofahrer die Radler so ständig im Blick hätten: "Gefahr erkannt, Gefahr gebannt." Pfitzer hält die Lösung für gelungen: sie sei sicher für die Radler und tragbar für die Autofahrer. vado