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Neuss: Neue Wege für Radfahrer

Neuss : Neue Wege für Radfahrer

Die Radwegeverbindungen zwischen dem Dreikönigenviertel und der Innenstadt werden deutlich besser. Die Stadt legt neue Radstreifen an und schließt Lücken im Wegenetz.

Die Situation für Fahrradfahrer in Neuss verbessert sich. Innerhalb weniger Tage sind entsprechende politische Beschlüsse gefasst sowie ein neuer Radstreifen im Bereich des Friedrich-Ebert-Platzes angelegt worden. Eine Übersicht:

Beispiel Bergheimer Straße

Dort haben Anwohner sich zu einer Initiative zusammengeschlossen. Ihr Ziel ist eine deutliche Verkehrsberuhigung zwischen Friedrich-Ebert-Platz und S-Bahn-Haltestelle (durchgängig Tempo 30, Fahrradstreifen, einspurige Führung des Autoverkehrs). Einen Teilerfolg haben sie erreicht, denn der Planungsausschuss hat beschlossen, genau in diesem Bereich einen Radweg zu markieren. Direkt neben dem Parkstreifen der Autos wird ein 1,60 Meter breiter Weg für die Radfahrer markiert, der Autoverkehr fließt dann zwischen Ebert-Platz und der Kreuzung Steubenstraße/Weberstraße nur noch auf einer Spur. "Ein wesentlicher Schritt zur Erhöhung der Verkehrssicherheit", sagt die CDU-Stadtverordnete für das Dreikönigenviertel, Stephanie Wellens.

Beispiel Jülicher Straße

Im Bereich des Ebert-Platzes sind vor wenigen Tagen die Markierungsarbeiten abgeschlossen worden. Mussten Radfahrer, die aus Richtung Dreikönigenkirche stadteinwärts fuhren, kurz vor der Kreuzung den Radweg verlassen und auf der Straße weiterfahren, so können sie nun auf einem markierten Radstreifen die Fahrt fortsetzen. "Dieser Lückenschluss ist ein Gewinn für alle", sagte Ferdinand Birke, Verkehrsexperte im Rathaus.

Beispiel Weberstraße

Dort steht eine umfassende Änderung an. Es geht um die Schließung der Radwegelücke im Bereich der Bahnunterführung. Der Radweg aus Richtung Innenstadt entlang der Weberstraße endet heute auf Höhe der provisorisch mit Baken gesperrten Hölderlinstraße. Geplant ist nun ein durchgängiger Radweg zwischen der Hölderlinstraße und der Kindertagesstätte gegenüber der Einmündung des Jean-Pullen-Weges (Wolker-Anlage).

Hinter der Bahnunterführung verläuft der Radweg künftig auf dem heutigen Gehweg. Für die Fußgänger wird ein neuer Gehweg verschwenkt im Bereich der Zufahrt zu den Kleingärten. Von dort verläuft er getrennt vom Radweg auf der Böschung, in Höhe der Kindertagesstätte treffen Rad- und Gehweg wieder zusammen.

Weitere Nebeneffekte: Erstens können Autos künftig nicht mehr in der "Bucht" vor der Hölderlinstraße parken. Zweitens wird in diesem Bereich eine Querung für Fußgänger (Mittelinsel) angelegt. Gesamtkosten: 190 000 Euro.

(NGZ)