1. NRW
  2. Städte
  3. Neuss

Neuss: Neue Pläne für den Konvent

Neuss : Neue Pläne für den Konvent

Mit der Umgestaltung der Querachse zwischen Hamtorwall und Meererhof soll der letzte Baustein des so genannten Penkerplans umgesetzt werden. Der Planungsausschuss stimmte dem Vorhaben gestern Abend zu.

Das Schwierigste zum Schluss: Nach dieser Methode ging die Stadt an die Umsetzung des Innenstadtkonzeptes aus dem Jahr 1996 (Penkerplan) zur Aufwertung auch der Seitenstraßen des Hauptstraßenzuges. Nachdem Kastellstraße, Vogtei- und Stiftsgasse oder aber der Glockhammer schon städtebaulich modernisiert wurden, soll nun zum Schluss Hand an die Straße "Am Konvent" gelegt werden. Umbaubeginn im kommenden Jahr — wenn sich die Prioritäten nicht noch verschieben.

Die SPD-Fraktion stemmte sich gestern im Planungsausschuss gegen das Projekt, das in zwei Bauabschnitten auf etwas mehr als eine Million Euro veranschlagt ist. Ihr Fraktionsvorsitzender Reiner Breuer führte dazu zwei Argumente an. Erstens: Das Geld sei vielleicht für andere Aufgaben besser ausgegeben. Beispiel: Die Brücke zwischen Romaneum und Tranktorparkhaus oder die Brücke zum geplanten Hafenkopfgebäude an der Batteriestraße. Zweitens: Bevor man gerade den Anliegern schöne Pläne präsentiert, sollte man ermitteln, mit wie viel Geld sich diese an der Umsetzung zu beteiligen hätten.

Die Mehrheit im Ausschuss konnte die Gedanken nachvollziehen, setzte die Prioritäten aber anders. Man solle jetzt den Anliegern die Pläne vorstellen und mit ihnen weiterentwickeln, damit kein weiterer Zeitverzug entsteht, formulierte das Roland Kehl (Grüne) aus. Im Prinzip war sich der Ausschuss einig: Der Konvent ist eine Baustelle, die angegangen werden muss.

Planungsdezernent Christoph Hölters und Katrin Bobenhausen warben für die Umgestaltung, weil der Konvent als Einkaufslage gleichwertig zu behandeln sei. Und sie formulierten die Hoffnung, dass diese Investition auch einen Impuls für eine Neubelebung des Meererhof geben könnte.

Vorgeschlagen wird, den 40 Jahre alten Straßenbelag zu erneuern. Ob das in Grauwacke ausgeführt wird oder — abweichend von den anderen Seitenstraßen — aus Kostengründen in einem anderen Material, sei noch zu diskutieren. Die Zahl der Pflanzbeete — "eine Barriere" — soll reduziert und an den Seiten dieser leicht abschüssigen Straße geradlinige Stufen angelegt werden. Was seitlich zum Kaufhof oder auf dessen Rückseite genau machbar ist, soll mit dem Betreiber geklärt werden. Die geklinkerten Schrägen würden wohl bleiben, das Flachdach am Hinterausgang eher fallen. In einem zweiten Bauabschnitt soll dann die Verbindung zum Neumarkt gestaltet und dabei auch die Brücke über den Rheinwallgraben erneuert werden.

I-Tüpfelchen der Planung wäre die Neugestaltung des kleinen Parks an der Nahtstelle am Hamtorwall. Darüber wird demnächst der Umweltausschuss beraten.

(NGZ)