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Im Bürgerzentrum werden über 400 Quadratmeter frei: Neue Hoffnung

Im Bürgerzentrum werden über 400 Quadratmeter frei : Neue Hoffnung

Von Carsten Greiwe

Von Carsten Greiwe

Im Erfttaler Bürgerzentrum werden über 400 Quadratmeter frei. Könnten dort die Jugendlichen unterkommen, die sich bisher im Asbest-verseuchten katholischen Kindergarten treffen? Die Situation in Erfttal ist noch immer ungeklärt. Während es sich die Jugendlichen im neuen Jugendtreff im alten katholischen Kindergarten gemütlich gemacht haben, plant die Stadtverwaltung den Abriss des Asbest-verseuchten Gebäudes, um eine gesundheitliche Gefährdung der jungen Leute zu vermeiden.

Der Sozialdienst Katholischer Männer (SKM) ist daran interessiert, das Angebot für Jugendliche zwischen 18 und 25 Jahren aufrecht zu erhalten. Es hat sich in nur einem Monat als ausgesprochen erfolgreich herausgestellt. Viele Streitfälle zwischen den Jugendlichen aus unterschiedlichen Kulturen wurden beigelegt und selbst die Polizei erwartet mit dem neuen Jugendtreff einen ruhigeren Sommer in Erfttal (die NGZ berichtete). In dieser Situation berichtet Jugendamtsleiter Achim Tilmes nach Informationen, die der NGZ vorliegen, dass im Gemeinwesenzentrum/Kontakt Erfttal des SKM insgesamt 435 Quadratmeter frei werden.

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"Diese zusätzliche Fläche, die bisher von den beiden Hortgruppen genutzt wurde, wurde dem SKM überlassen", sagte Tilmes im Gespräch mit der NGZ. Es stellt sich also die Frage, ob ein Teil dieser Fläche nicht auch für die Jugendlichen bereit gestellt werden könnte. Das Bürgerzentrum und der Kontakt Erfttal sind in einem großen Gebäude an der Euskirchener Straße untergebracht, sind aber streng getrennt, beide werden jedoch vom SKM geführt. Der Kontakt kümmert sich unter der Leitung von Klaus Winkels vor allem um Kinder und Jugendliche.

Für die älteren Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die sich jetzt im alten katholischen Kindergarten treffen, ist eigentlich das Gemeinwesenzentrum zuständig. Hinter vorgehaltener Hand jedoch hört man, dass dort für sie nicht viel passiert. Das neue Raumangebot könnte nun zu einer Entspannung beitragen und für die über 18-Jährigen ein dauerhaftes Angebot schaffen. Neue Angebote Während für die Älteren die Situation weiterhin offen ist, bauen die Verantwortlichen in Erfttal das Angebot für Grundschüler aus.

Dies geschieht durch eine Vernetzung der verschiedenen Träger, wie zum Beispiel die Gebrüder-Grimm-Grundschule und den Kontakt Erfttal. Während die Grundschule schon seit längerem mit den ortsansässigen Sportvereinen Nachmittagsangebote macht, hat sich der Kontakt jetzt angeschlossen. Dienstags und mittwochs haben die Grundschüler jetzt die Wahl zwischen insgesamt vier Kursen: einen Werkstattkursus, eine Internet-Arbeitsgemeinschaft, einen Töpferkursus und ein Musikangebot. Sie beginnen immer um 14 Uhr im Anschluss an die Grundschulzeit.

Jene Kinder, auf die zu Hause keine warme Mahlzeit wartet, haben im Kontakt auch noch die Möglichkeit ein Mittagessen einzunehmen. "Wir können in unserer Schule solche Angebote gar nicht machen, erläutert Elisabeth Hüls, die Leiterin der Gebrüder-Grimm-Schule. Dort gebe es einfach nicht die Voraussetzungen dafür. Im Kontakt dagegen gibt es den Werkraum, einen gut ausgebauten Medienraum mit zahlreichen Rechnern, einen Töpferraum und ein Tonstudio, das wesentlich durch Eigenleistung ausgebaut wurde.

Die Kurse werden durch fest angestellte Mitarbeiter und Honorarkräfte des SKM geleitet. Es ist für die Schüler kostenlos. Das ist der große Vorteil gegenüber dem Nachmittagsangebot (SID) in der Grundschule, der eine Gebühr kostet. "Für uns ist das auch eine gute Gelegenheit, Grundschule und Kontakt besser mit einander zu verknüpfen", sagt Winkels. So wolle man den Übergang zum Kontakt für die Kinder erleichtern.

(NGZ)