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Neuss: Neue Häuser auf Finanzamt-Areal

Neuss : Neue Häuser auf Finanzamt-Areal

Der Planungsausschuss hat am Mittwochabend mit großer Mehrheit beschlossen, dass auf dem fast 10.000 Quadratmeter großen Areal des ehemaligen Finanzamtes an der Schillerstraße ein kleines Wohngebiet entsteht.

Der Neusser Bauverein stellte entsprechende Pläne vor, wonach dort 26-28 Mietwohnungen, 22 Doppelhäuser sowie vier Stadthäuser entstehen sollen.

Frank Riedel vom Architekturbüro pbs in Aachen stellte die Detailplanung vor, die trotz grundsätzlicher Zustimmung eine ganze Reihe von Fragen bei den Ausschussmitgliedern aufwarf. Kritisch betrachtet wurde von den Grünen die bislang vorgesehene Einfahrt in die Tiefgarage von der Schillerstraße aus — "wegen der Radwege wäre es besser, von der Straße An der Obererft aus", sagte Roland Kehl.

Die CDU/FDP-Koalition sprach sich dafür aus, die Fassadengestaltung, Farbgebung und Materialienwahl der Häuser möglichst abwechslungsreich zu gestalten. Nach Vorstellung des Bauvereins sollen es zweieinhalb- bis dreieinhalbgeschossige Haustypen (mit Staffelgeschoss) werden, wie sie bereits in Grimlinghausen (Kuhweg) und auf dem Marianum-Gelände zu finden sind. Während die SPD (Peter Ott) Gefallen an dieser Art fand, sprach der fraktionslose Bernhard Pickert-Goldenbogen von optischen "Tupperdosen".

Die Grünen brachten noch den Gedanken eines autofreien Quartier in die Diskussion und sind für eine Ausweitung der Tiefgarage. Das wird wohl an den Kosten scheitern. In der Anwohnerschaft von Schillerstraße und An der Obererft regt sich Widerstand. Anwohner Elmar Siepe vermisst die Berücksichtung von Überlegungen aus der Stadtteilwerkstatt ("Wie können Grünstrukturen verknüpft werden?"), spricht bezüglich der Tiefgaragenzufahrt von einem "Fiasko" und fragt: " Was geschieht mit der Alu-Plastik von Professor Zoltan Szekessy vor dem Finanzamt?"

Im weiteren Planungsverfahren soll der Investor anhand der Anregungen detaillierte Planungen ausarbeiten und vorlegen.

(NGZ)