Neuss: Neue Debatte um den Abendumzug

Neuss: Neue Debatte um den Abendumzug

Schützen fordern mit einem Antrag die Rückverlegung in die Michaelstraße.

Der Grenadierzug "Wisse Röskes" hat den Antrag gestellt, den Abendumzug am letzten Tag des Neusser Schützenfestes wieder durch die Michaelstraße ziehen zu lassen. Das war vor Jahren aus Gründen der Sicherheit geändert worden, damit im Umzug weiter Pferde mitgeführt werden können. Genau in diese Überlegungen zur beantragten Rückkehr auf die alte Route platzt jetzt die Debatte um den Unfall einer Kutsche im Kölner Rosenmontagszug hinein, der vier Verletzte forderte.

Für den Zugweg am Dienstagabend sind zwei Varianten in der Diskussion. Die Beratung darüber haben die Korpsführer jetzt an die so genannte Ablaufkommission delegiert, die aber wohl erst im März dazu tagt. Schützenpräsident Martin Flecken hat zumindest klare Vorstellungen von dem, was er erhalten sehen will. Unerlässlich sei der Aufmarsch auf dem Markt, auch weil die Fahrt der Kutsche mit dem neuen Schützenkönig durch die Reihen der angetretenen Grenadiere ein besonderes Erlebnis sei. Gesetzt aus seiner Sicht sind auch der Begrüßungstrunk, den der Bürgermeister dem neuen König vor dem Rathaus reicht, und der Vorbeimarsch des Regiments am Ende des Umzuges. "Die Frage ist: Was macht man dazwischen?", sagt Flecken.

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Die Debatte über Pferde im Zug werde er von seiner Seite aus nicht anrühren, sagt Flecken, auch weil Schützen- und Karnevalsumzug nur schwer vergleichbar seien. Kamelleregen, Kostüme oder aber elektronische Musik würden die Tiere ganz anderen Reizen aussetzen, sagt Flecken.

Aus Sicht der Polizei hat sich die allgemeine Gefahrenlage rund um die Schützenfeste im Stadtgebiet gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Es werden deshalb auch keine neuen Sicherheitsauflagen formuliert, hieß es dazu beim Gipfeltreffen der Schützen, zu dem in der vergangenen Woche - also vor den Kölner Ereignissen - das Komitee der Neusser Bürgerschützen die Verantwortlichen der Vereine in den Stadtteilen eingeladen hatte. Weil auch aus deren Reihe kein Punkt einer längeren Diskussion bedurfte, endete, so Schriftführer Holger Schöpkens, der Gipfel nach 20 Minuten.

(-nau)