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Neuss: Neue Ansage: Februar

Neuss : Neue Ansage: Februar

Die Fertigstellung der Arbeiten im Hauptstraßenzug verzögert sich um sieben Wochen netto. Hinzu kommt eine baustellenfreie Vorweihnachtszeit . Die Straßenbahn fährt erst 2009 wieder durch die Stadt.

Neuss Die Baustellenmanager haben den Zeitplan für dierestlichen Arbeiten im Hauptstraßenzug neu berechnet. Ergebnis: Durch die letztlich zurückgezogene Vergabebeschwerde eines unterlegen gebliebenen Bieters verzögert sich die Fertigstellung dieses Vorhabens um sieben Wochen netto.

Foto: NGZ

Das werden vor allem die Anlieger von Krefelder Straße und Oberstraße merken, vor deren Haustüren es nach der Weihnachtspause, die am 28. November beginnt und bis zum 5. Januar dauert, noch einmal laut wird.

Durch die Verzögerung verteuert sich das 20-Millionen-Euro-Vorhaben nach einer vorsichtigen Schätzung von Johannes Steinhauer, bei den Stadtwerken Projektleiter für diese Baustelle, um 90 000 Euro.

Eine Summe, für die man die klagende Firma als Verursacher nicht haftbar machen kann, wie Bürgermeister Herbert Napp am Donnerstag feststellte. Gleichwohl ist er überzeugt: "Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen."

Die Kanalarbeiten waren von dieser Vergabebeschwerde nicht betroffen. Sie werden - ohne die Hausanschlüsse, an denen bis zum Schützenfest gearbeitet wird - am Freitag abgeschlossen, so dass die erste große Baufirma ab 16 Uhr mit einem Fest am Konvent verabschiedet werden kann.

"Sie hat die meisten Kubikmeter bewegt - und das sehr umsichtig", betonte Thomas Toll vom City-Treff, der die Party anregte. Und Napp fügte hinzu: Obwohl sich die Bagger zwischen Fußgängern bewegen mussten, habe es bis Donnerstag keinen Unfall seit Baubeginn im Januar gegeben. Und so geht es weiter:

Bis zum Schützenfest Ende August wird die Fahrbahn der Oberstraße (zwischen Hessenstraße und Peter-Wilhelm-Kallen-Straße) wie auch der Krefelder Strafe (zwischen Bahnhof und Hamtorwall) fertiggestellt - inklusive Gleisbau für die Straßenbahn.

Die Bürgersteige und Nebenanlagen werden im Januar in einem zweiten Anlauf in Angriff genommen. Vorteil dieser Lösung: Die Busumleitung könnte zum Schützenfest aufgehoben werden, die Busse wieder auf der alten Strecke verkehren.

Die Straßenbauarbeiten an Büchel und Niederstraße werden erst nach dem Schützenfest aufgenommen. Der größte Teil der Pflasterarbeiten soll dann bis zum Beginn des Weihnachtsgeschäftes erledigt werden.

Das heiße, so resümierte Toll zufrieden, dass auch die neuen Lampen stehen, die Weihnachtsbeleuchtung also möglich ist. Die Straßenbahn wird allerdings erst im nächsten Jahr im Hauptstraßenzug verkehren. Das steht fest.

Während Details wie etwa die Möblierung der Zeile mit Bänken oder Fahrradständern noch offen sind, sind die Standorte für die Haltestellen von Bus und Straßenbahn definiert. Sehr zum Ärger von Thomas Toll, der die Haltestelle Heuss-Platz/Ecke Krefelder Straße gerne stadteinwärts verlegt gesehen hätte.

(NGZ)