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Neuss: Netto-Markt entsteht im Ortskern von Holzheim

Neuss : Netto-Markt entsteht im Ortskern von Holzheim

An der Maximilianstraße sind ein Drogeriemarkt und ein Backshop zusätzlich geplant. Die Bauanträge beschäftigen den Bezirksausschuss.

Seit dem Frühjahr wird über die Neuansiedlung eines Netto-Marktes an der Maximilianstraße mit Formulierungen wie "soll" und "könnte" gesprochen, jetzt kann der Konjunktiv entfallen. Es wird ein Netto-Markt entstehen – und noch mehr als das. Im Bezirksausschuss Holzheim, der heute ab 17 Uhr im Alten Rathaus tagt, werden auch die Bauanträge für einen Drogeriemarkt und einen Backshop an gleicher Stelle vorgestellt. Mit diesem Vorhaben, so ist Frank Wolters vom Amt für Wirtschaftsförderung überzeugt, "wird Holzheim insgesamt gewinnen."

Noch ist der Eingang der ehemaligen "Kaiser's"-Filiale verrammelt, bald soll dort der Einzelhändler "Netto" einziehen.

1057 Quadratmeter Verkaufsfläche für den Lebensmittelmarkt, ein Rossmann-Drogeriemarkt mit 580 Quadratmetern Verkaufsfläche und der Backshop mit noch einmal 52 Quadratmeter ergeben in der Summe ein großflächiges Einzelhandelsvorhaben. Damit müsste sich eigentlich die Düsseldorfer Bezirksregierung mit diesem Projekt beschäftigen, doch kommt die Stadtverwaltung nach interner Prüfung zu einem anderen Ergebnis. Schließlich sei das Einkaufszentrum städtebaulich integriert, also kein Vorhaben auf der "grünen Wiese", diene der Nahversorgung – und ersetzt nicht zuletzt den im Frühsommer geschlossenen Kaiser´s Lebensmittelmarkt.

Schon als erste Ideen durchgesickert waren und das Projekt mehr ein Gerücht als eine konkrete Planung war, wurde mit Netto an der Maximilianstraße die Hoffnung verbunden, dass die kleine Filiale des Discounters am Hindenburgplatz geschlossen werden und dieser danach neu gestaltet werden könnte. Das ist in der Tat Mitte nächsten Jahres geplant, teilt das Unternehmen mit.

Als Investor für alle drei Geschäfte tritt der Projektentwickler Josef Schoofs aus Kevelaer auf. Er hat mit den Bauanträgen Lärmschutzgutachten vorgelegt, die derzeit in der Stadtverwaltung geprüft werden. Demnach ist das Vorhaben mit der benachbarten Wohnbebauung vereinbar.

Eigene Gedanken hat sich die Stadt zu der Frage gemacht, ob der große Netto-Markt negative Auswirkungen auf den Einzelhandel in Grefrath oder Reuschenberg haben könnte. Ergebnis: Mit aktuell 7670 Holzheimern, denen für den Lebensmitteleinkauf derzeit nur ein Rewe-Markt und eben ein kleiner Netto-Discounter zur Verfügung stehen, sei der Ort tragfähig genug für dieses Einzelhandelsvorhaben. "Holzheim ist auch im Einzelhandelsgutachten als zentraler Versorgungsbereich ausgewiesen", erklärt Wolters. Zudem wächst der Ort weiter, zum Beispiel durch die neue Siedlung am Blausteinsweg, – die heute ebenfalls Thema im Bezirksausschuss sein wird.

(NGZ)