Navi-Panne in Neuss: Stadt prüft Lösungen für Lutherstraße

Fehlleitung in Neuss: Navi-Panne: Stadt prüft Lösungen für Lutherstraße

Für die Anwohner rund um die Lutherstraße heißt es: Abwarten!

Im Hauptausschuss hat Bürgermeister Reiner Breuer jetzt einen Antrag von den Fraktionen UWG/Davarci in den Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung verwiesen. Der Antrag sah vor, an der Lutherstraße ein Verbot für Lkw über 7,5 Tonnen einzuführen. Der Hintergrund: Täglich fahren mehrere Lkw in die engen Straßen. Die Fahrer wollen aber eigentlich zum Brata-Werk. Minuten später bemerken sie, dass sie falsch abgebogen sind und starten teils waghalsige Wendemanöver. Mehrere Autos von Anwohnern wurden dadurch bereits beschädigt. Nach Angaben der Stadt ist offenbar ein Navi-Fehler dafür verantwortlich.

Laut Franz Kolbecher, Chef des Amtes für Verkehrsangelegenheiten, stehen die Chancen auf das von Carsten Thiel (UWG) beantragte Durchfahrtverbot schlecht: „Ich denke, das wäre keine Lösung. Schließlich fahren die Lkw-Fahrer ja nach Navi – und denken sie sind Anlieger, weil sie ja zu Brata müssen.“ Einen kurzfristigen Erfolg verspricht sich Kolbecher eher vom Projekt „Mobil im Rheinland“, das vom Land gefördert wird. Ziel dabei ist es, eine kostenfreie Software für Navigationsgeräte anzubieten, die ein sogenanntes Vorrangnetz für eine stadtverträgliche Lkw-Navigation enthält. Die technischen Grundlagen dafür sind geschaffen. Auf die Daten können Hersteller seit Herbst 2018 zurückgreifen.

Da es jedoch keine Pflicht gibt, diese neuen Lkw-Navis zu nutzen, befürchtet Thiel, dass das Problem an der Lutherstraße dadurch nicht behoben wird. Im vergangenen Sommer wurde bereits ein Schild an der Erprather Straße – hinter der Einmündung zur Lutherstraße – aufgestellt, dass den Weg zu Brata weist. Offenbar ohne Erfolg. Thiel fordert deshalb, dass das Schild nicht hinter, sondern bereits vor der Einmündung zur Lutherstraße platziert wird.

(jasi)
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