Natalie Panitz ist Hoffnungsträgerin der Neusser CDU

Christdemokraten in Neuss freuen sich über Politiktalent: Natalie Panitz - jung, weiblich, CDU-Vize

Die 28 Jahre alte Natalie Panitz ist stellvertretende CDU-Vorsitzende und eine Hoffnungsträgerin für ihre Partei.

Sie studierte Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt strategische Unternehmensführung. Beruflich kann sie ihr Wissen als Beraterin mittelständischer Geschäftskunden bei der Sparkasse Neuss bestens einsetzen. Ob ihr strategisches Denkvermögen auch auf der politischen Karriereleiter dienlich sein wird, muss sich noch zeigen. Sicher ist, dass es in Parteien nicht vor Menschen wimmelt, die strategisch agieren – auch nicht in der CDU, der Partei, der Natalie Panitz 2006 beigetreten ist. Heute gilt die 28 Jahre alte Sparkassen-Fachwirtin als eine der großen Hoffnungsträgerinnen der Neusser Christdemokraten, bei denen Polittalente derzeit rar sind. „Sie ist klar in der Sprache, strukturiert im Denken und klug im Handeln“, sagt Jürgen Brautmeier, der CDU-Chef.

Im Stadtverband ist Natalie Panitz das neue Gesicht. Im März stieg sie zur Co-Stellvertreterin von Brautmeier auf. Gemeinsam mit Andreas Hamacher bildet sie das Vize-Duo, das vor wenigen Tagen öffentlichkeitswirksam eine Neuss-Offensive forderte. Ein Kerngedanke: Die Stadt solle stärker ihre römischen Wurzeln in den Vordergrund stellen. Neuss habe mehr zu bieten als nur die Definition, eine „Stadt bei Düsseldorf“ zu sein.

Meckern sei leicht, sagt Panitz, besser sei es aber, anzupacken und nach Lösungen zu suchen. Darum habe sie sich vor zwölf Jahren entschlossen, in eine Partei einzutreten. Es sei die CDU geworden, „weil mir christliche Werte wichtig sind“. Da habe sie ihre Schulzeit am Marienberg geprägt. Damals wohnte sie mit ihren Eltern in Holzbüttgen. Als 19-Jährige wurde sie 2009 bereits in den Stadtrat gewählt. Drei Jahre arbeitete sie mit, ehe sie sich konsequent zurückzog. Beruf und begleitendes Studium gingen vor.

  • Jürgen Brautmeier ist zu Gast auf
    Erstes öffentliches Interview nach seiner Wahl : Der neue Neusser CDU-Chef Jürgen Brautmeier talkt auf dem blauen NGZ-Sofa

Das Studium ist abgeschlossen. Im Beruf ist sie angekommen – und nach Neuss gezogen. In Grimlinghausen ist sie zu Hause. Jetzt verspürt sie wieder Lust auf Kommunalpolitik, eine Kandidatur für den Stadtrat würde sie reizen: „Wenn denn die Partei mich will.“ Brautmeier, der bei der Kandidatenfindung Regie führt, sieht in ihr „eine von den jungen Leuten, auf denen unsere Hoffnungen ruhen“.

Schon als junge Ratsfrau in Kaarst waren die Wirtschaft und der Planungsbereich ihre Fachgebiete. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Über Stichworte wie „Lebensqualität erhalten“, „Klimabewusstsein ausbauen“ oder „Verkehrskonzept erneuern“ diskutiert sie gern und kundig. Das hat auch längst ihr Vorsitzender Jürgen Brautmeier bemerkt: „Natalie hat ein starkes Standbein in der Planungspolitik. Ich kann mir vorstellen, dass sie in diesem Fachbereich für die CDU der Zukunft noch eine wichtige Rolle spielen wird.“

Natalie Panitz wünscht sich, dass Neuss eine attraktive Stadt bleibt, in der die Menschen gern leben, wohnen und arbeiten. Dazu bedürfe es ausreichend Bau- und Gewerbegebiete, damit in der Stadt so viel Geld verdient werde, das der Nachfrage entsprechend auch Betreuungsplätze und Bildungsangebote finanziert werden könnten. Sie empfehle ihrer Partei, sich auf die wichtigen Themenfelder zu fokussieren, auf denen alles andere aufgebaut werden könne. Das klingt, als hätte da jemand eine strategische Idee.