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Streit um "Vesuv von Neuss": Napp will wieder auf Raucher-Demo sprechen

Streit um "Vesuv von Neuss" : Napp will wieder auf Raucher-Demo sprechen

Der Streit um das Rauchen im Amtszimmer des Bürgermeisters spitzt sich zu. Herbert Napp sagt nun als Redner für die Raucherdemo der Wirte im August zu.

Zweimal schon haben die Wirte der Initiative Innenstadt-Gastronomie (INIG) den Termin für ihre "Raucher-Demo" verschoben, jetzt ist die Kundgebung für Samstag, 17. August, festgezurrt und genehmigt. Hauptredner: Bürgermeister Herbert Napp, der unter Druck geratene "Vesuv von Neuss". Ihm droht die Bezirksregierung inzwischen unverhohlen mit Bußgeld und einem kommunalaufsichtlichen Disziplinarverfahren, weil Napp eine Anweisung aus Düsseldorf ignorieren und in seinem Büro weiter rauchen will.

Napp hatte eigentlich gehofft, dass das Thema mit der fünfzeiligen Stellungnahme, die er am Montag fristgerecht dem Landrat und damit auch der Bezirksregierung hatte zukommen lassen, erledigt wäre. "Rauchen ist schließlich noch keine kriminelle Handlung", verbreitete Napp am Mittwoch aus seinem Urlaubsort. Doch ob sich die Bezirksregierung damit zufriedengibt, dass der Bürgermeister, wie es in Napps Stellungnahme heißt, in seinem Büro nur Raucher empfängt?

Wenn der Bürgermeister alles einhalte, was er zusagt, hat er nach Ansicht des Rhein-Kreises die Vorgaben des verschärften Nichtraucherschutzgesetzes erfüllt. Das stellt Harald Vieten fest, Sprecher der Kreisverwaltung.

Die vertritt eine von der Ansicht der Bezirksregierung abweichende Auffassung, muss aber am Ende deren Beschluss vollziehen. Dazu ist Landrat Hans-Jürgen Petrauschke schon aufgefordert worden. Allerdings sieht man beim Kreis schon ein anderes Problem. Vieten: "Wie setzt man ein Rauchverbot im Amtszimmer durch? Und: Wie kontrolliert man das?"

(-nau/lue)