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Vesus von Neuss bei Maischberger: Napp genießt seinen Fernsehauftritt

Vesus von Neuss bei Maischberger : Napp genießt seinen Fernsehauftritt

Eingerahmt von TV-Ärztin Marianne Koch und Nichtraucher-Schützer Weber, streitet der Bürgermeister Dienstag in der ARD für die Rechte der Raucher.

Entspannt zog Herbert Napp an seiner Zigarette. Die erste nach der Aufzeichnung der Sendung "Menschen bei Maischberger". In der hatte der Neusser Bürgermeister brav rauchfrei gegen das Rauchverbot gestritten: "Ohne dass ich Schaden an Seele und Körper genommen habe." Während der 75-minütigen Talkrunde war sein Nachbar zur Rechten, Nichtraucher-Schützer Helmut Weber, erwartungsgemäß zu Napps Lieblingsgener aufgestiegen. Dessen Veto gegen den Vorschlag von Moderatorin Sandra Maischberger, in der Sendung Elektro-Zigaretten einmal auszuprobieren, kommentierte Napp mit der Feststellung, selten einen "so missionarischen und militanten Nichtraucher" erlebt zu haben — da waren aber Kamera und Mikrofone längst ausgeschaltet.

Seit zehn Jahren gehört "Menschen bei Maischberger" zu den erfolgreichsten Talksendungen im deutschen Fernsehen. Gestern ging es um das Thema "Schluss mit Rauchen, Fleisch und Alkohol — Will der Staat uns umerziehen?" Einer der Gäste: der Neusser Bürgermeister Herbert Napp, der den Spitznamen "Vesuv von Neuss" trägt. "Warum ich eingeladen wurde, weiß ich nicht", gab Napp zu Protokoll, "aber ich habe mich gefreut. Das ist mein Thema." Mehr noch. Dem Rathaus-Chef bereitete der Fernsehauftritt sichtlich Freude. Im Nachklang lobte er seine Mitdiskutanten: "Marianne Koch ist eine Dame. Hugo Müller-Vogg formuliert perfekt."

Nach Produktion der Sendung am Nachmittag in Bocklemünd, trafen sich alle Teilnehmer noch "auf ein Glas". Als die Sendung um 22.45 Uhr von der ARD ausgestrahlt wurde, saß Napp daheim in Neuss und sah sich selbst rauchend nichtrauchend zu. Sein Fazit in der Sendung: "Wenn das Ganze so gefährlich ist, dann ist der Tabakkonsum so gefährlich wie eine Chemiewaffe." Das sei reichlich übertrieben.

(NGZ)