Schützenfest 2024 in Neuss Neues Nachhaltigkeitskonzept auf dem Further Schützenfest

Nordstadt · In diesem Jahr hat die Stadtverwaltung erstmals ein Nachhaltigkeitskonzept für die Volks- und Heimatfeste in Neuss verbindlich gemacht. Eine Imbissbetreiberin berichtet, was es jetzt zu beachten gibt und was sie von dem Konzept hält.

Nachhaltigkeit auf der Kirmes: Auch am Süßwarenstand von Dieter Wallfaß trennt Mitarbeiter Mo organische Produkte von Plastik und Pappe.

Nachhaltigkeit auf der Kirmes: Auch am Süßwarenstand von Dieter Wallfaß trennt Mitarbeiter Mo organische Produkte von Plastik und Pappe.

Foto: Andreas Woitschützke

Die Stadt möchte, dass die Volksfeste nachhaltiger werden. Deshalb hat sie ein Konzept zum Beispiel zur Mülltrennung und -vermeidung entwickelt, das erstmals auf der Further Kirmes galt. Die Gastronomiebetriebe dort waren angehalten, das Konzept umzusetzen.

Bis jetzt war es immer so, dass der Müll der Imbiss - und Getränkestände unsortiert in großen Säcken gesammelt und später dann gebündelt abgeholt wurde. Für die Gastronomiebesitzer gab es nichts weiter zu tun. In diesem Jahr ist das anders. Kostenpflichtiger Inhalt Die Stadt hat auf dem Further Kirmesplatz erstmals Wertstoffinseln zur Mülltrennung und zwei Müllpressen zur Volumen-Minimierung des Mülls aufgebaut. Des Weiteren wurden die Gastronomen angehalten, Alternativen für Einwegverpackungen zu suchen. ,,Wir müssen das erste Mal darauf achten, dass der Müll sehr sorgfältig und genau getrennt wird", berichtet Imbisswagenbetreiberin Angela Vautz-Rüttgers verständnisvoll. ,,Wenn die Säcke voll sind, bringen wir die vollen Tüten zu den Wertstoffinseln und sortieren sie entsprechend. Natürlich ist das im Vergleich zu den Vorjahren ein Mehraufwand für uns." Im Anschluss daran wird der Müll dann vor Ort direkt gepresst und abgeholt.

Aber das ist noch nicht alles. Kostenpflichtiger Inhalt Die Gastronomiebesitzer wurden auch gebeten, langfristig alternative Verpackungsmöglichkeiten für die bekannten Plastikprodukte zu finden. Am großen Imbisswagen des Betriebes von Angela Vautz-Rüttgers bedeutet das konkret, dass die Pommesgabeln bereits jetzt nicht mehr aus Plastik, sondern aus Holz und die Schälchen für Currywurst, Pommes und Co. aus einer nachhaltigen Materialzusammensetzung bestehen. Das hat zwar den Nachteil, dass die Schälchen an sich heißer werden, was die Kundschaft schon negativ bemängelt habe, aber den Vorteil das man etwas für die Umwelt tut. ,,Klar ist es für uns teilweise auch kostspieliger, nachhaltiger zu arbeiten", erklärt die Gastronomiebetreiberin. ,,Ich finde, es lohnt sich aber alle Male. Das war eine tolle Idee von der Stadtverwaltung, die ich gerne als Betreiberin mit unterstütze."