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Neuss: Nach Sturm "Ela" starten die ersten Spendenaufrufe

Neuss : Nach Sturm "Ela" starten die ersten Spendenaufrufe

Umweltausschuss und CDU-Mittelstandsvereinigung bitten Bürger, sich an der Wiederaufforstung zu beteiligen.

Die Schäden durch Sturm "Ela" am Neusser Baumbestand sind immens. Ein Viertel ist weg oder beschädigt. Die ersten kleinen Nachpflanzungen plant das Grünflächenamt für den Herbst und Winter. Die Stadt geht davon aus, dass es noch lange dauern wird, bis die Lücken wieder gefüllt sind. Die Mitglieder der Umweltausschusses rufen deshalb die Bürger auf sich über Spenden oder eine Baumpatenschaft (ab 65 Euro für einen Feldahorn oder eine Hainbuche bis hin zu 130 Euro für Esche, Rotbuche, Stieleiche oder Sommerlinde) an der Wiederaufforstung zu beteiligen.

Auch die Mittelstandsvereinigung (MIT) der CDU hat separat einen Aufruf gestartet und bittet sowohl um Geld- als auch Sachspenden wie Baumsetzlinge. Der Vorstand der Zukunftsinitiative Innenstadt Neuss (ZIN) habe bereits Unterstützung zugesagt und werde sich mit einem Betrag von 2000 Euro beteiligen, berichtet Bärbel Edith Kohler vom MIT-Arbeitskreis Innenstadtgestaltung. Bürgermeister Herbert Napp hat die Schirmherrschaft für die Aktion "Neusser Baumpaten" zugesagt.

Derweil gehen die Aufräumarbeiten weiter. Die Stadt verkauft das Bruchholz, das zurzeit auf Parkplätzen und anderen Flächen gelagert wird. "Allerdings konnten wir bisher nur einen geringen Teil nach Holz und Krone trennen", berichtet Umweltdezernent Christoph Hölters. Die Vielzahl der Schäden habe ein schnelles Handeln erfordert. Deshalb könne man nur einen kleinen Teil höherwertig als Brennholz verkaufen. "Konglomerate aus Holz und Kronen können nur geschreddert werden."

(sug)