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Neuss: Nach Hochwasser wird aufgeräumt

Neuss : Nach Hochwasser wird aufgeräumt

Wie eine Schneise zieht sich das Treibgut, das vom Hochwasser angespült wurde, durch die Rheinwiesen. Zuständig für die Säuberung ist das Tiefbauamt.

Das Hochwasser auf dem Rhein geht zurück, und die Spaziergänger erobern wieder die Rheinwiesen, wenn auch geplagt von matschigem Untergrund, den Wasser und Regen über die Wiesen geschwemmt haben. "Die Tendenz des Pegels ist stetig fallend", sagt Stadtsprecher Sascha Severin. Bei 5,10 Meter liege der Neusser Pegel derzeit. Sein amtliches Pendant, der Düsseldorfer Pegel, lag gestern 4,30 Meter, traditionell 80 Zentimeter niedriger als auf der anderen Rheinseite. Seit Anfang vergangener Woche sinkt der Pegel stetig.

Zurück lässt das Hochwasser Schwemmgut, das nach Angaben der Stadt "nach und nach" abgetragen werden soll. Wie eine Schneise zieht sich das Treibgut durch die Rheinwiesen, dort ist das, was das Wasser mitgezogen hat, zurückgeblieben.

Neben Reisig und Ästen sind das auch dicke Stämme, selbst große Steine hat das Wasser mitgerissen. Auf den Wiesen in Uedesheim erinnert das Gestell eines Plastikstuhls an sonnigere Tage, nach denen er offenbar ausrangiert worden ist. Auch auf den Rheinwiesen am Rheinpark zeugt der Unrat vom Tun der Menschen am Rande des Rheins, rostiges Kinderspielzeug liegt dort neben Getränkedosen, in den Sträuchern wehen Plastiktüten im Wind. Auch was die Schifffahrt übrig lässt — ob leere Benzinkanister oder Tablettenpackungen — findet sich nun am Neusser Ufer wieder.

Zuständig für die Säuberung ist das Neusser Tiefbauamt, das bislang nicht im Einsatz war, weil nicht auszuschließen war, das eine weitere Hochwasserwelle neuen Unrat an Land spült. "Es muss Sinn machen", umschriebt Stadtsprecher Severin die Zielsetzung der Stadt, die immer auch umfasst, Kosten zu sparen. Wie viel die Beseitigung des Schwemmguts die Stadt kosten wird, sei derzeit noch unklar, so Severin. Das Treibgut — es gilt wegen seines Gemischs aus unterschiedlichen Stoffen als "Mischmüll" — soll in der Deponie Grefrath entsorgt werden. In den kommenden Wochen soll die Säuberung angegangen werden — damit die Wiesen "fit sind" für den Frühling.

(NGZ/rl/top)