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Neuss: Mutmaßlichem Serienräuber drohen bis zu 15 Jahre Haft

Neuss : Mutmaßlichem Serienräuber drohen bis zu 15 Jahre Haft

Der 22-Jährige soll auch in Neuss aktiv gewesen sein.

Neuss/Kaarst (mape) Nach einer Serie von Überfällen in Neuss, Kaarst und Viersen muss ein junger Pole mit einer langen Gefängnisstrafe rechnen. Der 22-Jährige war im Sommer 2016 festgenommen worden und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Er soll innerhalb weniger Wochen mehrere Juweliergeschäfte überfallen und zum Teil erhebliche Beute gemacht haben. Teilweise hatten sich die Taten laut Ermittlungen am gleichen Tag innerhalb kürzester Zeit ereignet.

Begonnen hatte die Serie laut Staatsanwaltschaft Düsseldorf am 17. März vergangenen Jahres. An diesem Tag soll der Angeklagte ein Juweliergeschäft an der Sebastianusstraße in der Neusser City überfallen haben. Mit Ringen im Wert von 400 Euro soll der Mann die Flucht ergriffen haben. Vier Tage später machte er dann allerdings erhebliche Beute. Sein Ziel: Ein Juweliergeschäft an der Krefelder Straße. Dort türmte der 22-Jährige mit Brillantringen im Wert von rund 15.000 Euro. Schon einen Tag später gab es laut Ermittlungen die nächsten beiden Überfälle. Gegen 15.42 Uhr bedrohte der Angeklagte nach Angaben der Staatsanwaltschaft die Bedienung in einem Juweliergeschäft an der Dreikönigenstraße mit einem Elektroschocker. Als die Frau ihm erklärte, sie haben nur Modeschmuck, ergriff der Mann die Flucht. Knapp 20 Minuten später soll der Angeklagte dann in Kaarst "Am Maubishof" aufgetaucht sein. Dort kam es laut Ermittlungen zu einem dramatischen Tatgeschehen. Der Beschuldigte soll den Juwelier mit seinem Elektroschocker am Hals angegriffen und ihn letztlich eine Treppe hinunter gestoßen haben. Anschließend gelang ihm mit einer Tasche voll Schmuck und einem iPhone die Flucht.

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Die nächste Tat ereignete sich laut Ermittlungen erst zwei Monate später. In Viersen überfiel der Angeklagte nach Angaben der Staatsanwaltschaft erneut einen Juwelier. Zunächst konnte er mit Schmuck im Wert von 15.000 Euro entkommen, dann jedoch verfolgten mehrere mutige Passanten und Augenzeugen den flüchtenden Räuber und konnten ihn letztlich der Polizei übergeben. Laut Ermittlungen hat der Angeklagte Drogenprobleme. Er gilt als vorbestraft. Jetzt im Prozess am Düsseldorfer Landgericht drohen ihm wegen schweren Raubes und weiterer Delikte bis zu 15 Jahre Gefängnis. Prozessauftakt ist am 4. Oktober. Mit dem Urteil wird vier Wochen später gerechnet.

(NGZ)