Serie Countdown - noch 86 Tage bis Zur Wiedereröffnung des Clemens-Sels-Museum: Museum ist im Internet schon geöffnet

Serie Countdown - noch 86 Tage bis Zur Wiedereröffnung des Clemens-Sels-Museum: Museum ist im Internet schon geöffnet

Während der Deilmann-Bau des Clemens-Sels-Museum noch geschlossen ist, macht das Internet einen virtueller Besuch schon möglich. Das Museum hat ab sofort eine neue Webseite, die deutlich umfangreicher und moderner als die alte ist.

neuss Das Clemens-Sels-Museum ist in der Neuzeit angekommen. Die erste Ausstellung des Hauses findet im Internet statt. Vom 6. März bis zur offiziellen Eröffnung des Hauses am 17. Mai bespielt das Museum mit dem Projekt "Freiland" einen virtuellen Ausstellungsraum, der aktuelle Arbeiten von jungen Künstlern zeigt. Die Präsentation jeder einzelnen wurde mit dem jeweiligen Künstler abgesprochen, "denn wir wollten nicht einfach nur abbilden, sondern jede Kunst - ob Malerei, Skulptur oder Installation - in ihren Möglichkeiten im Internet präsentiern", sagt Gabriel Rehlinghaus, der das Projekt mit fünf weiteren Studenten gestemmt hat.

Was genau er damit meint, ist ab 6. März zu sehen. Aber es gibt schon einen Trailer im Internet sowie eine Facebook-Seite, und auch die Namen der Künstler sind bekannt: Amit Goffer, die Klasse von Professor Claudius Lazzeroni an der Universität der Künste Essen, Simone Klerx, Jennifer Lopéz-Ayala, Love Machine, David Mergelmeyer, Peter Müller, Phaedra Pisimisi, Moritz Schuster, Tobias Textor und Tim Theves haben Exponate beigesteuert.

Für Museumschefin Uta Husmeier-Schirlitz ist das Projekt ein weiterer Schritt auf dem Weg, um neue Generationen für ihr Haus zu interessieren. Sie ist überaus dankbar über die Initiative der Rehlinghaus-Gruppe und macht auch unmissverständlich klar: "Ohne deren großen Idealismus wäre das Projekt gar nicht möglich gewesen." Nur in einem Punkt ist sie eingeschritten. Die "Freiland"-Macher wollten "ganz hardcore" den virtuellen Ausstellungsraum nur für einen Tag öffnen, "aber das fand ich viel zu schade", sagt Husmeier-Schirlitz. Und so überredete sie die Gruppe, die Netz-Ausstellung bis 17. Mai zu öffnen.

Das sei, so begründet sie auch, zudem ein schöner Übergang zu der ersten Wechselausstellung, mit der das Clemens-Sels-Museum nach der eineinhalb Jahre dauernden Schließung im Mai wieder seine Türen öffnet. "re:set" ist sie betitelt, zeigt abstrakte Malerei in einer digitalen Welt - und wird zumindest auf der neuen Homepage des Museums schon mal angekündigt.

  • Fotos : Ausstellung "Himmel hilf!" im Clemens-Sels-Museum

Auch die Internetpräsenz hat von der Schließungszeit profitiert, wurde komplett neu aufgestellt. Das Clemens-Sels-Museum präsentiert sich ab sofort mit einer Homepage, die über alle Arten von Smartphones, Tablets und Computer abzurufen ist. Die Navigation erschließt sich auf den ersten Blick: Vvn Veranstaltungen über besondere Tipps und Highlights bis hin zu Erläuterungen zu den einzelnen Sammlungen des Hauses - alles lässt sich mit einem schnellen Klick finden. Auch die Dependancen des Museums, das Feld-Haus auf der Raketenstation und die Kybyle-Kultstätte Fossa sanguinis werden detailreich vorgestellt.

Über die Registrierung für einen Newsletter kann sich jeder wie bisher per Mail die aktuelle Mitteilungen zuschicken lassen, "aber optisch wird der Newsletter an die neue Homepage angepasst", sagt die Museumsdirektorin. Überflüssig werden Flyer und Programmhefte damit aber nicht. "Natürlich gibt es auch weiterhin die Druckversionen und den Postversand", betont sie. Gleichwohl sieht sie die Notwendigkeit für den überholten Internet-Auftritt in den neuen Gewohnheiten des Menschen: "Viele wollen heute jederzeit und an 365 Tagen im Jahr und von überall auf Informationen zugreifen", sagt sie, "da ist ein Auftritt im Netz für unser Haus oft die erste virtuelle Eintrittskarte". Dass die Homepage auch in Englisch angeboten werden muss, ist sie für da keine Frage gewesen. Daran wird allerdings in Teilen noch gearbeitet.

Über die neue Homepage werden die alten Inhalte modern transportiert. Deutlich umfangreicher als in der Vergangenheit - und manches Mal in neuer Verpackung. So heißen die Direktorenführungen jetzt "Chefsache!", andere "Kunst & Kuchen", "Kunstpause" oder "Noch Fragen?".

(NGZ)
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