Neuss: Morgen ist Notartermin für Verkauf der ISR

Neuss : Morgen ist Notartermin für Verkauf der ISR

Eigentumsübertrag an Investor ist zum 1. November geplant. Rat muss Kaufvertrag noch zustimmen.

Die Internationale Schule am Rhein (ISR) ist verkauft. Nachdem schon mehrfach von einem Durchbruch in den Verhandlungen der Stadt mit dem Meerbuscher Investor Peter Soliman die Rede war und eine Einigung dann doch an Details scheiterte, gibt es nun einen Notartermin. Der ist morgen, am letzten Tag bevor Bürgermeister Herbert Napp in den Urlaub geht. Das hatte am Ende die Verhandlungen beschleunigt, denn Soliman hatte dem Vernehmen nach darauf bestanden, dass der Bürgermeister den Kaufvertrag unterzeichnet.

Napp unterzeichnet allerdings unter dem Vorbehalt, dass der Rat dem Vertrag zustimmt. Das soll in der Ratssitzung am 24. Oktober erfolgen, der ersten nach den Ferien. Eine schon in Aussicht genommene Sondersitzung wird nicht nötig.

Der Eigentumsübertrag für die Immobilie am Stadtwald und das 4000 Quadratmeter große Grundstück soll nach derzeitiger Planung zum 1. November erfolgen - elf Monate nachdem die ISR einen Insolvenzantrag stellen musste. Seitdem muss die Stadt aufgrund einer Bürgschaft für die ausfallenden Mietzahlungen gerade stehen, die sich auf 100 000 Euro monatlich belaufen. Diese Verpflichtung erlischt erst mit Eigentumsübertrag; das Defizit für die Stadt wächst deshalb weiter an.

Über die Mietzahlungen sollte die Betreibergesellschaft der ISR die Baukosten abtragen. Weil die nötige Schülerzahl nicht erreicht wurden, reichten die Einnahmen aus den Elternbeiträgen dazu nicht mehr aus. Die Insolvenz war die Folge.

Schon einen Monat nach dem Insolvenzantrag schaltete sich der Meerbuscher Investor ein, der bereit war und ist, Millionen in die Rettung der ISR zu investieren. Er sicherte den Schulbetrieb über eine neue gGmbH, deren Träger er und eine Elterngenossenschaft sind, drängte aber darauf, die Liegenschaft auch zu kaufen. Dem stimmte der Rat im Mai zu, doch wollte Soliman nicht als Privatmann kaufen, sondern über sein Unternehmen. Für Napp war die Einigung auf der Bais der Ratsbeschlusses damit gescheitert und er gab das Verhandlungsmandat zurück, wurde aber zu Nachverhandlungen aufgefordert.

(NGZ)
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