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Neuss: „Monkey’s“ an der Kiesgrube

Neuss : „Monkey’s“ an der Kiesgrube

Neuss Auf der Homepage der "Affeninsel" war gestern noch die Rede von einem Platz in Düsseldorf am Wasser, der "geeignet ist, das Strandleben zurückzuholen", als Alternative zum Medienhafen. Doch diese Information ist überholt: Die Macher von "Monkey's Island" zieht es nach Neuss und dort an den See am Blankenwasser, einer noch beschaulichen Kiesgrube an der A 46. Dort soll eine Kooperation zwischen "Monkey's" und dem Tribehouse dafür sorgen, dass schon bald ein Freizeit- und Vergnügungsareal entsteht, mit hochwertiger Gastronomie, der Atmosphäre von Strandbars und Musik. Ein Teil des Sees soll für Wassersport und zum Schwimmen genutzt werden.

Neuss Auf der Homepage der "Affeninsel" war gestern noch die Rede von einem Platz in Düsseldorf am Wasser, der "geeignet ist, das Strandleben zurückzuholen", als Alternative zum Medienhafen. Doch diese Information ist überholt: Die Macher von "Monkey's Island" zieht es nach Neuss und dort an den See am Blankenwasser, einer noch beschaulichen Kiesgrube an der A 46. Dort soll eine Kooperation zwischen "Monkey's" und dem Tribehouse dafür sorgen, dass schon bald ein Freizeit- und Vergnügungsareal entsteht, mit hochwertiger Gastronomie, der Atmosphäre von Strandbars und Musik. Ein Teil des Sees soll für Wassersport und zum Schwimmen genutzt werden.

"Ja, das stimmt", bestätigte gestern "Monkey's"-Betreiber Helge Achenbach gegenüber der NGZ, "wir wollen auf die andere Rheinseite unter dem Motto ,It's a beautiful Neuss'". Die Mitglieder des Planungs- und Umweltausschusses zeigten sich am Donnerstagabend dem Projekt gegenüber nicht abgeneigt, konnten sich aber aufgrund ökologischer Bedenken zu einem Grundsatzbeschluss (noch) nicht durchringen.

Zunächst soll der Bezirksausschuss Uedesheim (19. Juni) das Thema diskutieren, ehe es nach der Sommerpause wieder in den Planungsausschuss kommt. Außer, wenn der Rat am 20. Juni der Auffassung ist, das Thema beschleunigen zu müssen. Die Haltung des Planungsausschuss-Vorsitzenden Karl Heinz Baum (CDU) ist derweil klar: "Ich halte viel davon. Der Standort passt, dort gibt es keinerlei Beeinträchtigungen von Nachbarn." Zu prüfen seien noch Fragen des Landschafts- und Gewässerschutzes.

Bereits im Herbst 2006 hatte es ein Gespräch von "Monkey's"-Chef Helge Achenbach und Bürgermeister Herbert Napp gegeben, weil das damalige Aushängeschild der jungen Düsseldorfer Gastronomie, nachdem es den Medienhafen hatte verlassen müssen, sich auch linksrheinisch umgesehen hatte. Jetzt also doch Neuss. "Ich finde die Idee gut", so Napp gestern.

Die Kooperation zwischen dem Tribehouse, das regelmäßig an dem so genannten "Gürtler-See" mit Sonne, Strand und Musik von bekannten DJs junges Party-Volk anzieht, und dem "Monkey's" sieht vor, die jeweiligen Stärken zu einem Gesamtkonzept zusammenzuführen. An zwei Buchten sollen Strandbars mit Terrassen mit je 200 Sitzplätzen entstehen; hinzu kommt die Tribehouse-Anlage mit weiteren 200 Plätzen.

In Leichtbauweise sind mehrere Gebäude vorgesehen, darunter ein Hauptgebäude für ein Restaurant, ein Steg soll die beiden Ufer verbinden. Auf dem Gelände befinden sich etwa 200 Parkplätze, für die an stark frequentierten Tagen bezahlt werden müsste. Die Betreiber stellen sich vor, in der Zeit von April bis Oktober bei schönem Wetter von 10 Uhr bis zur Sperrstunde zu öffnen, im Winter nach Bedarf. An Tagen mit besonders vielen Besuchern soll Eintritt erhoben werden.

(NGZ)