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Monat der Nachhaltigkeit in Neuss: Sechs Wirte bitten zum "Rett-mich-Mahl"

Monat der Nachhaltigkeit in Neuss : Sechs Lokale bitten zum „Rett-mich-Mahl“

Kochtopf statt Biotonne: Unter der Überschrift „Rett-mich-Mahl“ bereiten sechs Lokale in Neuss von Dienstag, 22. September, bis Dienstag, 29. September, vegetarische und vegane Gerichte aus Lebensmitteln zu, die für eine Vermarktung im Supermarkt ungeeignet sind.

Sie schließen sich damit der bundesweiten Aktionswoche „Deutschland rettet Lebensmittel“ an, die von den Neusser Vereinen „Transition Town“ der Neuss Agenda und „Lebensmittel-Fair-Teilen“ aufgegriffen wurde. „Mein großer Wunsch ist es, dass die eine oder andere Gaststätte das Rett-mich-Mahl zur festen Institution macht“, sagt Mitorganisatorin Inge Zimmermann.

Die Aktion ist eingebettet in einen „Monat der Nachhaltigkeit“, zu dem die Neuss Agenda den September erklärt hat. Sie reagiert damit auf die schon im Juni von der Stadt erfolgte Absage der dritten „Woche der Nachhaltigkeit“. „Wir wollten die von uns angeregte Veranstaltungsreihe nicht gänzlich wegen Corona aufgeben“, erklären Christine Vogel und Roland Kehl als Sprecher dieses Bürgerbündnisses. Denn die Klimakrise habe weiter Relevanz. So wurde das Programm etwas ausgedünnt und zeitlich etwas gestreckt – aber durchgezogen. Auftaktveranstaltung war am 1. September eine Podiumsdiskussion der Bürgermeisterkandidaten zur „Mobilität in Zeiten der Klimakrise“. Daran anknüpfend wird Freitag (18.) zum „Park(ing) Day“, wenn Mitglieder der Agenda und des ADFC einige Parkplätze zu lebenswerteren Flächen in der Innenstadt umgestalten. Am Samstag (19.) wiederum lädt die „Urban Gardening“-Gruppe in ihre Anlagen auf dem Gelände der ehemaligen Stadtgärtnerei am Botanischen Gartens dazu ein, Gärtnern in der Stadt hautnah zu erleben. Zwischen 13 und 16 Uhr werden dazu Führungen angeboten, zu denen man sich unter gardening@tt-neuss anmelden kann. Schlusspunkt des Monats der Nachhaltigkeit soll am Samstag, 26. September, ein gemeinsamer Infostand vor dem Rathaus sein, wo man auch den von Agnes Groschke-Faruß initiierten Ernährungsrat kennenlernen kann.

Zur Vorbereitung des „Rett-mich-Mahls“ hat es auf den Feldern des Bioland Lammertzhofes von Heiner Hannen, dem Kooperationspartner der Aktion, eine so genannte Nachernte gegeben. Wer wollte, war eingeladen, das einzusammeln, was zunächst nicht zur Vermarktung geerntet oder wegen optischer Mängel aussortiert worden war. Verarbeitet wird es im Café Koffi (Neustraße), im Café Jedermann (Oberstraße), im „Lonnes + Leusch“ (Münsterplatz) sowie den Gaststätten Rheingold (Neustraße), Weisses Haus (Michaelstraße) und Spitzweg (Glockhammer).

(-nau)