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Neuss: Mit "Neusser Kanten" Stadtteile neu erleben

Neuss : Mit "Neusser Kanten" Stadtteile neu erleben

Neuss Marketing und die NGZ laden dazu ein, die Neusser Stadtteile und ihre Besonderheiten bei 15 Aktiv-Touren zu entdecken.

Neuss Marketing hätte es sich durchaus einfach machen und das Erfolgsformat "Neusser Ecken" aus dem vergangenen Jahr ein zweites Mal auflegen können. "Bei uns gibt es nichts doppelt", stellt aber Peter Rebig, Geschäftsführer der Stadtmarketing-Gesellschaft, fest. Die hat deshalb für Neuss-Freunde ein neues Angebot entwickelt: "Neusser Kanten" heißt das Konzept, mit dem Neuss Marketing den Schritt hinaus in die Stadtteile unternimmt.

"Einige Touren hätten wir mit Sicherheit mehrfach anbieten können, so groß war die Resonanz", sagt Rebig mit Blick auf die Radtour durch das Neusser Hafengebiet im vergangenen Jahr. Auf 25 zur Verfügung stehende Plätze hatten sich mehr als hundert Interessenten gemeldet. Auch die Nachfrage bei den übrigen Führungen zeigte, dass die Rechnung aufgeht: Neuss-Kenner zeigen Neussern die Stadt, wie diese sie vielleicht noch nicht gesehen haben. Fast alle Themen-Touren waren ausgebucht – gleich ob Kirchen, Theater oder Gewässer das Ziel waren. Die schönsten Motive des begleitenden Fotowettbewerbs wurden im Rathaus-Foyer ausgestellt und bewiesen, wie viele schöne "Neusser Ecken" es gibt.

Nun hat Isa Dheus, Tourismus-Managerin bei Neuss Marketing, für die kommenden Frühlings- und Sommermonate in einem neuen Konzept die Akzente anders gesetzt. Die Touren-Reihe "Neusser Kanten" bezieht erstmals die Stadtteile mit ein. Die Führungen durch das innerstädtische Dreikönigenviertel (13. April), die "Gartenvorstadt" Reuschenberg (27. April), das bis 1974 selbstständige Rosellen (11. Mai) oder die Südliche Furth (25. Mai) übernehmen dabei immer Persönlichkeiten aus den jeweiligen Stadtteilen, die nicht nur reines Fachwissen vermitteln, sondern die Viertel durch ihre individuelle Sichtweise erleben lassen.

Wie gewohnt werden die 15 "Neusser Kanten"-Touren, zu denen wieder die köstlichen "Neusser Ecken" der Konditorei Wegel serviert werden, zu Fuß oder per Drahtesel unternommen. "Wir möchten die Neusser in Bewegung bringen", erläutert Peter Rebig. "Mit dieser Reihe wenden wir uns weniger an Touristen und Besucher von außerhalb als vielmehr an Alteingesessene und Neu-Neusser." Ihnen sollen Heimatstadt und Region unter ungewohnten Blickwinkeln näher gebracht und sie so zu Botschaftern der Stadt gemacht werden.

"Mit 'Neusser Ecken' lehnten wir uns an den Spruch 'In der Ecke kenne ich mich aus' an", erklärt Rebig die Namensfindung. "Da lag 'die Kante' nicht so fern." Zumal der Begriff "mit Ecken und Kanten" in der niederrheinischen Diktion durchaus positiv gemeint sei.

Wie im Vorjahr wird zu einem Fotowettbewerb aufgerufen. Hauptgewinn: eine hochwertige Kamera. Darum bleibt bei den Touren genug Zeit zum Fotografieren – man kann aber dazu auch wiederkommen.

(NGZ)