Neuss: Mit gutem Gewissen in fremden Betten schlafen

Neuss : Mit gutem Gewissen in fremden Betten schlafen

In den Sommerferien bieten acht Hotels bei der Aktion "Neusser und Freunde" wieder Sonderkonditionen an.

Im eigenen Wohnort im Hotel statt zu Hause zu schlafen, diese Vorstellung klingt zunächst unnötig und absurd. Warum auch sollte man ein fremdes Bett dem eigenen vorziehen und dafür noch Geld bezahlen? Neuss Marketing hätte dafür eine Idee: zum Beispiel, um einen sommerlichen Kurzurlaub innerhalb der eigenen Stadtgrenzen zu verbringen und spannende Erlebnisse in der Heimat mit einer attraktiven Hotelübernachtung zu koppeln.

Die Tourismus-Aktion "Neusser und Freunde" findet in diesem Jahr zum dritten Mal statt. "In den auslastungsschwächeren Wochen im Sommer, wenn keine Messen stattfinden, bieten die teilnehmenden Hotels eine Übernachtung inklusive Frühstück zu vergünstigten Konditionen an. Davon profitieren zum einen die Hotels, in denen weniger Zimmer leer stehen, und zum anderen die Gäste, die weniger bezahlen müssen", erklärt Jürgen Sturm, Geschäftsführer von Neuss Marketing, die Idee hinter der Aktion.

Die Sonderkonditionen gelten für die Dauer der Sommerferien in Nordrhein-Westfalen vom 16. Juli bis zum 28. August. An der Aktion beteiligen sich insgesamt acht Hotels: Binnewies City Hotel, Ibis Styles Hotel, Mercure Hotel, Best Western Comfort Business Hotel, Dorint Kongresshotel, Holiday Inn Hotel, Crowne Plaza Hotel und das Hotel Fire & Ice. Die Preise starten bei 59 Euro für ein Einzelzimmer und gehen bis 99 Euro für ein Doppelzimmer pro Nacht. Die Buchung erfolgt direkt über das jeweilige Hotel unter der Nennung des Stichwortes "Sommer-Hotelaktion Neusser und Freunde".

"Unsere Erfahrung bei den ersten beiden Malen hat gezeigt, dass die Neusser unter anderem für Hochzeiten das Angebot nutzen und ihre Gäste in den Hotels einquartieren", berichtet Jürgen Sturm. Es gab aber auch schon Buchungen von Einheimischen. "Sie haben zum Beispiel einen Ausflug mit dem Fahrrad zur Skihalle gemacht und dann dort übernachtet. Man macht zu Hause Urlaub und lernt seine Stadt noch besser kennen", sagt Sturm.

Bei der Premiere seien rund 50 Nächte gebucht worden, im vergangenen Jahr habe sich die Zahl verdoppelt. "Die Aktion muss sich von Jahr zu Jahr wiederholen, damit sie bei den Menschen in Erinnerung bleibt und bekannter wird. Dann wird auch die Zahl der Übernachtungen noch weiter steigen", ist sich der Geschäftsführer sicher.

(gaa)
Mehr von RP ONLINE