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Neuss: Mit der "Bürger" in den Orient

Neuss : Mit der "Bürger" in den Orient

Winterkonzert im Zeughaus entführt in die Welt aus "Tausendundeiner Nacht"

Eine kleine Melodie, gespielt von einer einzelnen Oboe, schwebt durch den Raum, und sofort erscheint vor dem inneren Auge das Bild eines Schlangenbeschwörers. Vom ersten Ton an entführte das Universitätsorchester der Heinrich-Heine-Universität beim Winterkonzert der Bürgergesellschaft die Zuhörer im ausverkauften Zeughaus am Samstagabend in die bilderreiche Welt des Orients.

"Tausendundeine Nacht" hatte die Dirigentin Silke Löhr ihre Auswahl von Opernmelodien aus "Samson und Delila" (Camille Saint-Saens) und "Lakme" (Léo Delibes) sowie aus der sinfonischen Suite "Scheherazade" (Rimsky-Korsakow) überschrieben, die nach einer ebenso temporeichen wie mitreißenden Stunde Musik mit viel Applaus gefeiert wurde.

Das inzwischen 14. Winterkonzert der "Bürger" war für J.-Andreas Werhahn, den Präsidenten der Gesellschaft, vielleicht das persönlichste. Dafür sorgte seine Tochter Johanna, die sich als Mezzosopranistin auf den Beruf einer Opernsängerin vorbereitet und im Programm mitwirkte. Als hörbar stolzer Vater dankte Werhahn danach den 65 Musikern auf der Bühne "für das Vertrauen in die Kollegin".

Sehr persönlich gehalten war auch der Dank an Christoph Buchbender, den Vorstand der Rheinland-Versicherung, die diesen Abend mit ermöglichte. Dem ehemaligen Vize-Präsidenten des Komitees der Bürgerschützen dankte Werhahn mit einem Jägerwappen, das er selbst von dem Ehrenbürger Hermann-Wilhelm Thywissen geschenkt bekommen hatte und das für das Schützenportal an St. Quirin angefertigt wurde. Sehr persönlich war last but not least das Bedauern des Präsidenten, der - weil das Winterkonzert schon am 1. Dezember ausverkauft war - 40 Interessenten absagen musste. "Uns tut jeder einzelne Fall leid; das macht keinen Spaß", sagte er und empfahl, sich für das nächste Konzert früh anzumelden. Termin: 20. Januar 2018.

Dann wird Henrike Hörmann, die Kapellmeisterin des Uni-Orchesters, nicht mehr mit auf der Bühne sein. Sie wurde am Samstag verabschiedet, hat aber mit Pascal Radzio, der sich am Samstag erstmals als erster Geiger vorstellte, einen Nachfolger, den auch das Orchester bejubelte.

(-nau)