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Neuss: Mit dem Rad durch den Hafen

Neuss : Mit dem Rad durch den Hafen

Neusser Ecken Neuss Marketing lädt für Sonntag zur Erkundung des Hafengebietes ein. Dabei kommen auch Hobbyfotografen zu lohnenden Motiven. Zum Einstieg wird der Lokschuppen der Neusser Eisenbahn besichtigt.

Zentral gelegen, wirtschaftlich bedeutend – und dennoch vielen Neussern weitgehend unbekannt: das Hafengebiet. Neuss Marketing und NGZ laden dazu ein, diese "Neusser Ecke" am Pfingstsonntag mit Fahrrad und Kamera zu entdecken.

Foto: Woitschützke, Andreas

Neuss am Rhein – die Lage am großen Fluss hat der Stadt über Jahrhunderte Vorteile verschafft. Der Neusser Hafen ist bis heute bedeutender Wirtschaftsfaktor, immerhin sind die Neuss Düsseldorfer Häfen der drittgrößte Binnenhafen Deutschlands. Ein Blick auf den Stadtplan verschafft einen Eindruck davon, wie groß dieses so zentral gelegene Gebiet ist – und dennoch offenbar eine Welt für sich. Denn zahlreiche Neusser kennen diese "Ecke" ihrer Heimatstadt bislang kaum.

"Das lässt sich ändern", verspricht Isa Dheus, die für Neuss Marketing sämtliche Touren ausgearbeitet hat. Seit Mitte März veranstaltet die Neusser Marketinggesellschaft in zweiwöchigem Turnus Themen-Touren durch Neuss, um den Menschen ihre Heimatstadt einmal aus einem neuen, ungewöhnlichen Blickwinkel nahe zu bringen. Mit Thomas Düttchen, Leiter der Unternehmenskommunikation bei den Häfen, und dem Neusser Historiker Christian Frommert führen zwei Kenner die Teilnehmer der "Neusser Ecken"-Tour am Sonntag durch dieses vielen unbekannte Stück Neuss. "Das geht am besten per Fahrrad", findet Tourismusmanagerin Dheus, "das Hafengebiet ist groß, und mit dem Rad kommt man näher ran als bei einer Bustour." Und wenn sich für die Hobby-Fotografen mal unerwartet ein lohnendes Motiv oder eine ungewöhnliche Perspektive bietet, ist die Bremse schnell betätigt.

Startpunkt ist das Verwaltungs- und Betriebsgebäude der Neusser Eisenbahn an der Heerdterbuschstraße 1. "Dort wollen wir direkt mit einer kurzen Besichtigung der Lokwerkstatt beginnen", stellt Thomas Düttchen Eisenbahnfans in Aussicht. Per Fahrrad geht es entlang der Düsseldorfer Straße in Richtung Hafenbecken I, von wo sich eine beeindruckende Aussicht über das Gelände bietet, vorbei an der Pegeluhr und mitten hinein ins Hafengebiet – am Sonntag idealerweise ohne Lastwagen-Verkehr. "Natürlich werden wir immer wieder nach Bedarf Zwischenstopps einlegen, um Gelegenheit zum Fotografieren zu geben", versichert Christian Frommert, dem es vor allem alte Industriebauten angetan haben.

Der promovierte Historiker, der bereits einige Publikationen zur Neusser Stadtgeschichte verfasst hat, wird die Entwicklung des Hafens vom Erftkanal zum Industriehafen skizzieren, aber an der Plange-Mühle etwa auch Wissenswertes über die Neusser Mühlenindustrie erzählen. Thomas Düttchen wiederum stellt den Hafen als Drehscheibe der gegenwärtigen Wirtschaft vor, mit rund 15,8 Millionen Tonnen Gesamtgüterumschlag pro Jahr und mehr als 10 000 Binnenschiffen. Hochinteressant dürfte – auch aus fotografischer Sicht – der geplante Abstecher zum Containerterminal sein. "Und sicher können wir immer wieder mal ans Wasser gehen", meint Düttchen. Da würde sich ein kurzes Picknick geradezu anbieten: etwa mit den köstlichen "Neusser Ecken" der Konditorei Wegel, zu denen Neuss Marketing die Teilnehmer stets einlädt.

(NGZ)