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Neuss: Millionen für Parkhaus-Sanierung

Neuss : Millionen für Parkhaus-Sanierung

City-Parkhaus GmbH lässt Fassaden austauschen und Fahrbahnen versiegeln.

Die "Lebensdauer" von Parkhäusern liegt bei 50 Jahre, doch die City-Parkhaus GmbH möchte diese Frist für ihre vier Anlagen deutlich verlängern. Deshalb nimmt die Tochter des Bauvereins viel Geld in die Hand. In einem Zehn-Jahresplan werden 1,8 Millionen Euro allein in das Rheintor- und das Tranktor-Parkhaus investiert.

Der Auftakt ist unübersehbar gemacht. Am Tranktor-, vor allem aber am Rheintor-Parkhaus werden in diesen Tagen die Fassadenplatten demontiert. Diese Betonplatten, die nach Auskunft von Bauvereins-Vorstand Dirk Reimann nur an Winkeln befestigt sind, seien erkennbar in die Jahre gekommen. Sie werden durch Stahlgitter-Geflechtmatten ersetzt, die sogar den Vorteil haben, bis zu einem halben Meter dehnbar zu sein. Wer versehentlich den falschen Gang einlegt und mit seinem Auto auch den Rammschutz überwindet, wird so mit seinem Fahrzeug noch "aufgefangen."

Grundlage des Sanierungskonzeptes sind zwei Gutachten aus dem vergangenen Jahr. In dem einen wurde die Bauphysik der Parkhäuser untersucht, das andere fragt nach der Verkehrssicherheit. Zudem wurden alle vier Parkhäuser vom TÜV in Sachen Brandschutz überprüft, sagt Reimann. Konstruktionsbedingt sind an der Tiefgarage Rathaus und dem Parkhaus Niedertor keine Arbeiten im Sinne des Zehn-Jahres-Planes zu erledigen. An den anderen beiden Häusern soll auf die Erneuerung der Fassaden die Sanierung der Fahrbahnen folgen. Weil die Betondecken seinerzeit nicht beschichtet wurden, könnte Salz, das von den jährlich gut 900 000 ein- und ausfahrenden Autos eingetragen wird, durch Risse eindringen und die Stahlarmierung im Beton angreifen.

Die Sanierung wird von einem Bauphysiker begleitet, erklärt Reimann. Der soll Alarm schlagen, wenn von dem eigentlichen Plan etwa aus Sicherheitsgründen abgewichen werden müsste.

(-nau)