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Neuss: Millionen-Facelifting für Straße Konvent

Neuss : Millionen-Facelifting für Straße Konvent

Der Bauausschuss billigte gestern den Fahrplan zur Neugestaltung der letzten Querachse zum Hauptstraßenzug. Anfang 2015 soll die Sanierung starten, mit der die Stadt auch eine Tür zum Quartier Meererhof aufstoßen möchte.

Der "Konvent" der Zukunft kann schon besichtigt werden: Direkt am Übergang zur Niederstraße hat das Tiefbaumanagement ein Testfeld mit den Betonsteinen gepflastert, die demnächst bis zum Meererhof verlegt werden sollen. Sie sind Teil eines "Facelifting" für diese wichtige Querachse zum Hauptstraßenzug, mit dem die Stadt nach Angaben von Planungsdezernent Christoph Hölters auch eine Tür in Richtung Meererhof aufstößt. Perspektivisch soll auch dieses Quartier angefasst werden, sagt Hölters. Er weiß aber auch: Mit 600 Eigentümern ist das ein ungleich komplizierteres und komplexeres Projekt als die Neugestaltung der Straße "Am Konvent".

Foto: Woitschützke, Andreas (woi)

Und auch die zieht sich hin. Anlieger wie Hans Ingerfeld hatten sich schon vor Jahren mit der Frage an die Verwaltung gewandt, wann denn endlich am Konvent in Angriff genommen wird, was an Glockhammer, Sebastianus- und Neustraße schon vor Jahren abgeschlossen wurde. Wenn der Kaufmann heute mit anderen Anliegern einer Einladung zur Informationsversammlung im Rathaus nachkommt, wird er sogar einen Termin erfahren: Anfang 2015 geht es los. "Mir ist lieber, es wird ein realer Zeitraum genannt, als weiter vage Angaben zu hören", sagt Ingerfeld.

An Terminen für einen möglichen Baubeginn hatte es in der Vergangenheit nicht gemangelt. Bei einer Bürgerinfo im Mai vorigen Jahres war 2013 in Aussicht gestellt worden, als der Rat im Herbst den Entwurf billigte, war eher von 2014 die Rede. Nun wird es 2015 werden, ehe die zuletzt Ende der 1970er Jahre hergerichtete Straße neu gestaltet werden kann.

Die Verzögerungen in der Vergangenheit erklärt Gerd Eckers vom Tiefbaumanagement auch mit Verhandlungen der Stadt mit Anliegern. Als der Termin nun auf Anfang 2015 festgelegt wurde, war ein anderer Grund ausschlaggebend: das Weihnachtsgeschäft der Händler. Das soll 2014 noch ungestört sein, bevor dann der Konvent für acht Monate zur Baustelle wird.

In diesem Zeitraum werden 1,2 Millionen Euro (220 000 davon bringen die Anlieger auf) investiert, um dieses letzte Element aus dem "Plenker-Plan" zur Umgestaltung der Innenstadt wahr werden zu lassen. Das heißt nicht, dass dann innerstädtisch alles erledigt wäre, sagt Hölters, der den Freithof, den Platz zum Quirinusmünster und — in fernerer Zukunft — auch die Hafenstraße neu geordnet sehen möchte.

Für den Konvent legte der Bauausschuss gestern die Details fest. Zielt des Umbaus ist die, so wörtlich, "gradlinige und offene Gestaltung", bei der auch die vorhandenen Geschäfte besser zur Geltung kommen sollen. Die Stützmauer, die die Fußgängerzone zu dem tiefer gelegenen Eingang des Kaufhof abfängt, wird Richtung Kaufhaus versetzt und die so gewonnene Fläche dem Straßenraum zugeschlagen. Auch die Treppen zur Galeria werden erneuert. Die Baumhochbeete werden vergrößert und neu gefasst, die Straße auf 180 Meter Länge gepflastert und mit Leuchten, Bänken und Fahrradständern möbliert.

(NGZ)