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Neuss: Mildred-Scheel-Schule braucht 50 Anmeldungen

Neuss : Mildred-Scheel-Schule braucht 50 Anmeldungen

Dem 14. Februar blickt Wilhelm Conrads mit Spannung entgegen: An diesem Tagen beginnt eine mehrtätige Anmeldephase, in er sich die Viertklässler an die weiterführenden Schulen wenden.

Wie viele werden es an der Mildred-Scheel-Realschule für Mädchen sein? "Genügend", sagt Rektor Conrads. "Wir werden mindestens 50 Mädchen zusammenbekommen." Ist das nicht der Fall, wäre die Schule gefährdet — trotz des derzeit scheinbar sicheren Erhalts.

Der Stadtrat hat die Errichtung der dritten Gesamtschule beschlossen. Am Standort Frankenstraße/Leoschule, dort wo die Ganztagshauptschule Weißenberg und die Realschulen Christian-Wierstraet und Mildred-Scheel beheimatet sind. Um das notwendige Raumprogramm für die Gesamtschule zu ermöglichen, läuft die unter niedrigen Anmeldezahlen leidende Hauptschule nach und nach aus und soll die Mädchen-Realschule nach Gnadental in das Gebäude der Hauptschule ziehen.

Geplant ist dies für 2013. Zu diesem Zeitpunkt stehen aufgrund der sukzessiven Auflösung zwölf Klassenräume leer, in die die Realschule einziehen kann. In einer ersten Vorort-Besichtigung mit der Schulleitung der Hauptschule waren die Realschul-Verantwortlichen angetan vom neuen Zuhause. Aber zunächst einmal bedeutet das auch, dass Rektor Conrads für zwei Schuljahre noch für den Standort Frankenstraße planen muss und sich dem Anmelde-Wettbewerb vor allem mit der Gesamtschule stellen muss.

Wie der ausgeht, ist ungewiss. In Politik- und Verwaltungskreisen wird spekuliert, dass es die Schule womöglich zum Umzugstermin 2013 nicht mehr gibt. Denn für Realschulen — anders als bei Grundschulen — ist Zweizügigkeit Bedingung. Das heißt, im Anmeldeverfahren müssen mindestens 50 Kinder angemeldet werden, um zwei Eingangsklassen zu bilden. Daran zweifelt Wilhelm Conrads nicht: "Weil wir aufgrund unseres speziellen Profils als Mädchen-Realschule einen besonderen Status haben." Und: "Nur 150 unserer Mädchen kommen aus der Nordstadt, die anderen 200 aus dem gesamten Stadtgebiet, zum Teil sogar aus dem südlichen Neuss."

Die Rathausverwaltung hatte im ersten Schulstruktur-Paket die Schließung beider Nordstadt-Realschulen vorgeschlagen. Schulleitung und Schulpflegschaft sind überzeugt, gute Chancen zu besitzen, nicht nur die beiden kommenden Jahre am alten Standort zu überstehen, sondern sich in Gnadental gut entwickeln zu können. "Wir werden viel Werbung betreiben", kündigt Schulpflegschaftsvorsitzende Barbara Breuer an.

(dhk)