Neuss: Mehr Glasfaser für Gewerbegebiete

Neuss: Mehr Glasfaser für Gewerbegebiete

Vodafone möchte den Breitbandausbau im Neusser Hafen und 1&1 versatel im Hammfeld für Unternehmen forcieren. Dazu soll die Nachfrage ermittelt werden. Die Wirtschaftsförderung bietet Infoveranstaltungen dazu an - die erste heute.

Vodafone möchte den Breitbandausbau im Neusser Hafen und 1&1 versatel im Hammfeld für Unternehmen forcieren. Dazu soll die Nachfrage ermittelt werden. Die Wirtschaftsförderung bietet Infoveranstaltungen dazu an - die erste heute.

Auch Unternehmen im Hammfeld sollen für die Zukunft besser gestellt und mit schnellerem Internet versorgt werden. Foto: Brefort

Die Gewerbegebiete in Neuss sollen besser auf das Gigabit-Zeitalter vorbereitet werden. Zwei Anbieter planen den Ausbau ihres Glasfasernetzes in der Quirinus-Stadt. "Vodafone kommt vom Düsseldorfer Norden her und hat insbesondere das Areal rund um den Hafen im Blick", sagt Wirtschaftsförderer Andreas Galland. "1&1 versatel hat eine Leitung im Hammfeld, die ausgebaut werden soll." Wie das Ausbaugebiet letztlich genau ausgestaltet werden soll, hänge in beiden Fällen von der Nachfrage ab. Diese soll nun ermittelt werden.

Zu beiden Vorhaben sind daher Informationsveranstaltungen geplant. Bereits heute, 1. Februar, gibt es ein Unternehmerfrühstück in der Bürgergesellschaft, Mühlenstraße 27. Beginn ist um 8.30 Uhr. Dabei geht es um den von Vodafone geplanten Ausbau des Glasfasernetzes in Gewerbegebieten - beginnend mit dem Neusser Hafen. Zusammen mit dem Telekommunikationsanbieter 1&1 versatel gibt es am Freitag, 16. Februar, eine Informationsveranstaltung in der Hafenliebe, Am Zollhafen 7. Beginn ist um 10 Uhr.

Beide Anbieter planen einen Netzausbau nach dem FTTH-Prinzip. Das Kürzel steht für "Fiber To The Home" und bedeutet, dass das leistungsstarke Glasfasernetz direkt bis in die Räume des Kunden verlegt wird. So sollen Übertragungsraten von mindestens 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) im Up- und Download ermöglicht werden. Das FTTH-Prinzip unterscheidet sich vom sogenannten FTTC-Prinzip (Fiber To The Curb). Darunter versteht man eine kombinierte Lösung aus Glasfaser- und Kupferkabel, die nicht so leistungsstark ist.

Johanna Gatzke von der Wirtschaftsförderung hat in der Sitzung des Ausschusses für Wirtschafts- und Liegenschaftsangelegenheiten am Dienstagabend zudem den aktuellen Sachstand zum Breitbandausbau in Neuss vorgestellt - insbesondere durch das Unternehmen "Deutsche Glasfaser", das nach wie vor im Süden der Stadt aktiv ist, und die Telekom. Laut Gatzke hat die Deutsche Glasfaser die Gewerbekunden in Derikum, Hoisten und Uedesheim an ihr FTTH-Netz angeschlossen. "Der Ausbau in den Gewerbegebieten im Neusser Süden ist fertiggestellt und abgenommen. Die Aktivierung des Netzes ist erfolgt", sagt Gatzke. Im Privatkundenbereich ist ein Teil der Baustellen, um die es in der Vergangenheit vermehrt Ärger gegeben hat, abgenommen. Allerdings ist noch nicht alles fertiggestellt, in Hoisten zum Beispiel ist eine Abnahme laut Gatzke aufgrund erheblicher Mängel bislang nicht erfolgt. Auch die Aktivierung lässt mancherorts weiter auf sich warten. In Uedesheim sei zum Beispiel Ende März damit zu rechnen, meint Gatzke. Einen ähnlichen Zeitplan hatte das Unternehmen, das ursprünglich alle Anschlüsse bis Ende 2017 fertiggestellt haben wollte, zuletzt bereits mitgeteilt.

Auch die Telekom setzt ihren Ausbau fort, allerdings nach dem FTTC-Prinzip. Weitere 1000 Anschlüsse werden derzeit nachgerüstet, insgesamt hat das Unternehmen seit 2016 rund 42.000 Anschlüsse in Neuss ertüchtigt.

(abu)