Rhein-Kreis Neuss: Medikamenten-Engpass trifft Kliniken nicht

Rhein-Kreis Neuss : Medikamenten-Engpass trifft Kliniken nicht

In den Krankenhäusern des Rhein-Kreises ist die Versorgung der Patienten mit Medikamenten nach wie vor gewährleistet. Deshalb spricht Willi Köpp, Chefapotheker der Rhein-Kreis-Neuss-Kliniken in Grevenbroich und Dormagen auch nicht von Engpässen im "Sinne einer Versorgungslücke".

Allerdings, schränkt er ein, gebe es bei gewissen Zytostatika (Das sind natürliche oder synthetische Substanzen, die das Zellwachstum beziehungsweise die Zellteilung hemmen. Sie werden vor allem zur Behandlung von Krebs eingesetzt) schon einmal Lieferschwierigkeiten. "Der Arzneimittelmarkt ist einem permanentem Preisdruck ausgesetzt. Nicht selten machen Hersteller pleite. Andere können das nicht kompensieren", sagt Köpp, was dazu führe, dass eine Vorratshaltung immer wichtiger wird. "Just-in-time-Bestellungen, gebe es kaum noch", ergänzt er. Auch Patricia Breuer, Mitarbeiterin in der Apotheke des Lukaskrankenhauses, kennt das Problem, dass Präparate über einen gewissen Zeitraum nicht verfügbar sind.

Alternativen suchen

"Wir versuchen das zu entschärfen, indem wir auf andere Lieferanten oder aber nach Rücksprache mit den behandelnden Ärzten auf andere Medikamente zurückgreifen", erklärt sie. Das sei aber keine wirklich kritische Situation. Damit sei lediglich ein höherer Aufwand verbunden, da die Stationen mit entsprechenden zusätzlichen Unterlagen versorgt werden müssten.

"Da wir seit einigen Jahren mit der Verbundapotheke St. Franziskus in Pulheim zusammenarbeiten, die insgesamt 20 bis 25 Krankenhäuser beliefert, nehmen wir als Endabnehmer solche Lieferschwierigkeiten überhaupt nicht wahr", sagt Christina Jacke, Sprecherin der St.-Augustinus-Kliniken, zu denen auch das Neusser Johanna-Etienne-Krankenhaus gehört.

(NGZ)
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