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Marius Wunsch - ein Meister des Lichts aus Neuss

Lichtdesign aus Neuss : Marius Wunsch – ein Meister des Lichts

Mit Licht Akzente zu setze, das ist genau sein Ding. Nachdem sich Marius Wunsch mit der ehrenamtlichen Illuminierung von Kirchen und Kirchenräumen einen Namen machen konnte, setzt er jetzt ganz auf diese Karte – und macht sich selbstständig.

Technik nach Wunsch verspricht Marius Wunsch aus Hoisten, der sich jetzt als Meister der Elektrotechnik selbständig gemacht hat und sein Unternehmen, passenderweise, WunschTECHNIK nennt. Der Name ist Programm denn bei dem 52-Jährigen, der mehr als 25 Jahre in der Aufzugstechnik tätig war, sollen nun die Wünsche seiner Kunden im Mittelpunkt stehen: „Neben klassischen Elektro-Installationsarbeiten wie das Anschließen eines Herds oder einer Leuchte, biete ich individuelle Beleuchtungsideen an. Und da richte ich mich selbstverständlich nach dem, was sich der Kunde für seine Wohnräume, Büro oder den Garten vorstellt.“

Das Thema Licht begleitet den Vater von drei Töchtern schon lange: Vor genau zehn Jahren hat er mit seinem Kumpel Stephan Mecking erstmals die Kirche St. Peter in Hoisten für eine Jugendmesse aufwendig illuminiert. Es folgten die Kapelle des Gymnasium Marienberg, die evangelische Friedenskirche in Norf und immer wieder die Kirche in Hoisten. Unter dem Titel „Send me an Angel“ realisierte Wunsch, gemeinsam mit Andrea Bülow-Höller und einem engagierten Team, 2017 eine Ausstellung, bei der über 110 Scheinwerfer und etliche Beamer den Kirchenraum nicht nur spektakulär in Szene setzen, sondern auch Licht-Engel über dem Altarraum schwebten, kurze Einspieler gezeigt wurden und Licht-Effekte die Besucher auf eine himmlische Reise schickten.

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„Es macht mir einfach Freude, tolle Projekte zu planen und diese dann umzusetzen,“ erzählt der kreative Familienvater, der in seiner Heimwerkstatt immer etwas bastelt, tüftelt oder beleuchtet.

Weihnachten 2020 hat er drei knapp zwei Meter große stilisierte Weihnachtsbäume indirekt beleuchtet und an die Stein-Gabionen seines Gartens gehängt. Ein echter Hingucker an der viel befahrenen Straße seines Heimatortes. Für den Innenraum gab es illuminierte Kerzen, Tannenbäume und Engel im gleichen Look. Ein Himmelsbote schaffte es gar bis nach Amerika. „Mit Licht kann man so viele Effekte erzielen, Wohnakzente setzen oder die Architektur eines Gebäudes oder des Gartens betonen,“ erklärt er.

Die Idee zur Selbstständigkeit trieb ihn schon länger um. „Mein Traum war es, mit Ende fünfzig, Anfang sechzig mein eigener Chef zu werden.“ Nun hat es sich durch Zufall so ergeben, dass der Schritt in die Selbstständigkeit bereits mit Anfang fünfzig vollzogen ist. „Durch meine berufliche Situation zuletzt hatte ich die Möglichkeit, das gut vorzubereiten und die Chance genutzt.“

Ein Herzensprojekt des gebürtigen Neussers ist derzeit eine aus Edelstahl gelaserte und beleuchtete Skyline seiner Heimatstadt – unverkennbar mit Quirinus Münster, Obertor und anderen Neusser Bauwerken: Bisher steht das kleine Kunstwerk im Format dreißig mal elf Zentimeter nur auf dem Sideboard der Familie Wunsch im Wohnzimmer. Seine Vision ist es, diese einmal im XXL-Format zu fertigen, denn „bei mir ist alles Handarbeit, so dass sich solche Schmuckstücke auch individuell und nach Wunsch anpassen lassen.“ Iris Wilcke