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Neuss: Marathon der Rockmusik

Neuss : Marathon der Rockmusik

Zum 16. Mal ging das Festival Neuss Now über die Bühne – eine Veranstaltung etablierter und talentierter Neusser Bands, bei der dieses Mal 25 Bands dabei waren. Traditionell findet das Festival im Haus der Jugend statt.

Zum 16. Mal ging das Festival Neuss Now über die Bühne — eine Veranstaltung etablierter und talentierter Neusser Bands, bei der dieses Mal 25 Bands dabei waren. Traditionell findet das Festival im Haus der Jugend statt.

Andreas Bach (26) hat alle Hände voll zu tun. Der Student der Sozialpädagogik leistet gerade sein halbjähriges Anerkennungspraktikum ab. Er ist mitverantwortlich für den reibungslosen Ablauf des Musikmarathons Neuss Now, bei dem 25 Bands — von Donnerstag bis Samstag — die Gelegenheit haben, sich auf der Bühne im Haus der Jugend zu präsentieren. "Das ist zeitlich eng, da hat jede Band wirklich nur eine halbe Stunde für ihren Auf-tritt. Danach gibt es jeweils fünfzehn Minuten für den Umbau und den individuellen Soundcheck."

Das will tatsächlich auf das Genaueste geplant sein, eine Verzögerung dürfen sich die Organisatoren nicht erlauben. "Ein paar Bands haben abgesagt, bei der Fülle an Teilnehmern bringt das unseren Fahrplan aber nicht durcheinander", sagt er. Im Gespräch ist Bach anfangs ein bisschen außer Atem, das hat aber weniger etwas mit körperlicher Schwerstarbeit zu tun, vielmehr liegt es daran, dass er selber mit seiner Band namens And Now Run am Festival teilnimmt, und die hatte soeben ihren viel bejubelten Auftritt. Die Band ist bekannt, tritt sie doch zum wiederholten Male hier auf.

Bands haben eigene Fans

"Wir haben auf die Mischung geachtet, Newcomer und alte Hasen spielen in lockerer Reihenfolge. Das hat den Vorteil, dass auch Bands, die noch nicht so stadtbekannt sind, vor größerem Publikum spielen können. Und die Stars unseres Festivals haben ja schließlich auch einmal klein angefangen", sagt nun der Organisator Bach. The Tips, The Plot And Dirty Sanchez, Dead Patriots oder A.K.E! sind in der Szene angesagt, allein dafür würde sich der Besuch schon lohnen.

Das Haus der Jugend ist schon früh abends gut besucht, Bach kennt den Grund: "Jede Band hat so ihre eigenen Fans, die zur Unterstützung vorbeikommen, und über drei Tage verteilt ergibt das eine Menge Zuschauer." Die Tagestickets seien alle restlos verkauft, mit der Nachfrage ist man also mehr als zufrieden. "Und mit der Unterstützung einiger Sponsoren, die uns finanziell oder mit kostenlosen Getränken helfen, können wir es schaffen, eine schwarze Null zu erwirtschaften, mehr ist aber leider nicht drin", sagt Bach.

Andreas Franzen, verantwortlicher Leiter der Jugendeinrichtung, drückt es anders aus: "Die ewigen Querelen und Diskussionen über städtische Finanzierungshilfe belasten uns schon. Wir sind aber zuversichtlich, auch für das nächste Jahr Unterstützung aus dem Sozialetat zu bekommen." Das Haus mit seinen Proberäumen, den monatlich stattfindenden Konzerten und natürlich dem Neuss Now-Festival sei ein "unersetzlicher Bestandteil der Neusser Musikszene".

(NGZ)