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Neuss: Märchenwald für Nüsser Ovend wächst

Neuss : Märchenwald für Nüsser Ovend wächst

Die Bühnenbauer der Brauchtums- und Karnevalsgruppe (BKG) der Heimatfreunde arbeiten im Rheinischen Landestheater mit Hochdruck an einem Bühnenbild zum Thema "Nüsser Märchenwald".

Die Säge kreischt, die Späne fallen und die Bohrmaschine arbeitet. Holz, Styropor und Farbeimer warten darauf verarbeitet zu werden. Und zwar von den Bühnenbauern der Brauchtums- und Karnevalsgruppe (BKG) der Heimatfreunde. Aus drei Handwerksmeistern und einem Lehrer besteht das Grundteam, das den Rohbau für das Bühnenbild des Nüsser Ovends übernimmt. Etwa drei Monate im Voraus beginnen die Arbeiten: Zweimal in der Woche treffen sich die vier Männer, um nach Feierabend am Bühnenaufbau zu werkeln. Zu Feinarbeiten wie anmalen und dekorieren kommen dann später weitere Helfer hinzu.

Neuss: Märchenwald für Nüsser Ovend wächst
Foto: NGZ

Herbert Walther ist zum sechsten Mal dabei und sagt man müsse schon Spaß an dieser Arbeit haben, und etwas handwerkliches Geschick gehöre auch dazu. Diese Session dreht sich alles um das Motto "Nüsser em Märchenwald". Dementsprechend ist auch das Bühnenbild gestaltet. "Wir haben uns bemüht, alle bekannten Märchen mit einzubauen; wie Frau Holle, Hänsel und Gretel oder Rapunzel. Aber ich kann nicht alles verraten, falls wir noch mal umbauen müssen", sagt Walther. Die Bleistift-Skizze sieht jedenfalls schon vielversprechend aus und bisher läuft alles nach Plan.

Neuss: Märchenwald für Nüsser Ovend wächst
Foto: NGZ
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Und das obwohl die bisher genutzten Räume im Keller einer Schule verlassen werden mussten. Diese werden saniert und ein neuer, geeigneter Raum musste gefunden werden, wo abends noch mit der Bohrmaschine gearbeitet werden kann und der genug Platz bietet um die großen Holzplatten zu bearbeiten. Nach einigem Suchen hat der Bauverein einen Raum im Rheinischen Landestheater zur Verfügung gestellt. Von dort aus wird auch morgens an dem Tag, an dem der Nüsser Ovend stattfindet, das fertige Bühnenbild verladen und zur Stadthalle gebracht. "Wir müssen natürlich alles so konzipieren, dass es schnell auf- und abbaubar ist. Abends ist der Spuk ja schon wieder vorbei und wir müssen sofort wieder abbauen", berichtet Walther. "Da muss man sich beim Feiern schon ein bisschen zurückhalten", schmunzelt er. Immerhin müssen knapp 120 Quadratmeter Fläche an Bühnenbild wieder zurück ins Rheinische Landestheater geschafft werden. Dort steht dann die Arbeit von drei Monaten wieder nach ihrem kurzen Auftritt und wartet darauf im nächsten Jahr wiederverwendet oder vom Sperrmüll abgeholt zu werden. Die positive Resonanz der Gäste des Nüsser Ovends entschädige aber für die ganze Mühe, sagt Walther.

(NGZ)