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Neuss: Lukaskrankenhaus braucht einen fünften Kreißsaal

Neuss : Lukaskrankenhaus braucht einen fünften Kreißsaal

Klinik investiert in Operationssaal für Kaiserschnitte, Umbau der Wochenbettstation und die Elternschule.

Das städtische Lukaskrankenhaus wird im kommenden Jahr rund eine Million Euro in die Abteilung für Geburtshilfe der Frauenklinik investieren. Ein Kernstück ist der Bau eines weiteren Kreißsaals - inzwischen der fünfte - sowie ein Operationssaal, der allein für "Kaiserschnitte" vorgehalten wird, die inzwischen bei drei von zehn Geburten nötig sind. Damit reagiert das Klinikum an der Preußenstraße auf eine seit Jahren steigende Anzahl von Geburten im Haus.

Der Boom in der Geburtshilfe drückt sich ganz nüchtern in Zahlen aus: Im Jahr 2015 wurde mit 1576 Geburten der Rekord aus dem Jahr 1963 eingestellt. Dem Jahrgang, der bundesweit zu den geburtenstärksten der Nachkriegszeit gehört. Dem Jahr, das noch vor dem "Pillenknick" lag. Vergangenes Jahr zählte Dominik Garcia-Pies als Leiter der Geburtshilfe schon 100 Babys mehr - und in diesem Jahr werde sicher die Zahl von 1700 Geburten erreicht. Grund zu der Annahme: Das 1000. Baby im laufenden Jahr, das in der Klinik immer besonders gefeiert wird und auch Besuch vom Geschäftsführer bekommt, erblickte schon Anfang August das Licht der Welt. So früh war diese Zahl noch nie erreicht worden. Und Ida Ferfers, wie das Mädchen heißt, kam im August, der bislang als geburtenstärkster Monat im Rekordjahr gilt. 166 Kinder kamen während dieser 31 Tage im "Lukas" zur Welt, berichtet Ulla Dahmen, die Sprecherin des Krankenhauses.

Zu den Anstrengungen, die Abteilung Geburtshilfe zu stärken, gehört nach Dahmens Darstellung auch der Umbau der Wochenbettstation im kommenden Jahr. Schon jetzt allerdings wird an der "Elternschule" gearbeitet. Diese Einrichtung, in der sich werdende und junge Eltern in Kursen auf ihre Rolle als Papa und Mama vorbereiten können, muss derzeit mit ihren Angeboten von Raum zu Raum vagabundieren. Noch im Herbst soll sie in der alten Kinderklinik eine eigene Etage beziehen.

Froh ist man im Lukaskrankenhaus auch darüber, dass alle Hebammenstellen besetzt sind. Das, sagt Dahmen "ist zwar derzeit noch kein Problem, soll aber auch nicht zum Problem werden".

(-nau)