1. NRW
  2. Städte
  3. Neuss

Neuss: Lukaskrankenhaus baut neue Kinderklinik

Neuss : Lukaskrankenhaus baut neue Kinderklinik

Mit der symbolischen Grundsteinlegung hat gestern der Bau der neuen Kinder- und HNO-Klinik im Lukaskrankenhaus begonnen. Mitte 2012 soll der Neubau, der an das Hauptgebäude der Klinik angebaut wird, das 1965 errichtete bisherige Gebäude ablösen. Neben der Kinderklinik unter Leitung von Chefarzt Prof. Dr. Peter Gonne Kühl und der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde unter Leitung von Chefarzt Dr. Andreas Neumann wird dort auch die Dialyse-Station einziehen.

Der Neubau soll für die Patienten deutliche Vorteile bringen. So werden die Wege zu Untersuchungen und Operationen kürzer, weil der Neubau mit dem Hauptgebäude verbunden wird. Bislang müssen Patienten aus der Kinderklinik über den Hof transportiert werden. Die Patientenzimmer sollen außerdem nach heutigem Standard ausgestattet werden.

Komfortabler soll auch die Unterbringung der Eltern werden. Denn viele Eltern bleiben inzwischen im Krankenhaus, während ihre Kinder dort behandelt werden. Das ist zwar im Lukaskrankenhaus auch heute schon möglich, allerdings ist die bisherige Klinik dafür nicht geplant gewesen — im Baujahr 1965 waren übernachtende Eltern nicht erwünscht. Nun sollen spezielle Aufenthaltsräume entstehen.

Finanziert aus Darlehen

Errichtet wird ein sechsstöckiger Neubau, außerdem wird das heute dreistöckige Gebäude mit Intensivstation und Gynäkologie auf sechs Etagen aufgestockt. Dadurch entsteht ein Bau in L-Form mit 7850 Quadratmetern Nutzfläche. Er soll 22,2 Millionen Euro kosten, die hauptsächlich durch ein Darlehen finanziert werden, das mit einer Landesförderung von jährlich einer Million Euro getilgt wird. Der Rest kommt aus Eigenmitteln des Krankenhauses.

Dr. Honke Georg Hermichen, Ärztlicher Geschäftsführer, fürchtet, dass Patienten in den umliegenden Gebäuden während der Bauzeit durch Lärm gestört werden könnten. Betroffen könnten vor allem die Zimmer in den Stationen für Frauenheilkunde, Urologie und Chirurgie sein, die neben der neuen Klinik liegen. "Das lässt sich aber leider nicht verhindern", sagt Hermichen.

(NGZ)