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Ludger Baten - ein kenntnisreicher Erklärer der Stadt Neuss

Neuß-Grevenbroicher Zeitung : Ein kenntnisreicher Erklärer

Es macht Freude und bringt Erfolg, wenn man mit einem Partner wie Ludger Baten unterwegs ist. Und damit soll nach dem letzten Tag des Jahres 2019 noch lange nicht Schluss sein.

Wer in Neuss unterwegs ist, trifft irgendwann sicher auf Ludger Baten. Wer dann mit Ludger Baten spricht, lernt Neuss zu verstehen. Denn kaum einer kann die Neusser Seele so gut beschreiben wie der rasende Reporter lue-, der seit mehr als vier Jahrzehnten Neuss studiert und damit auch ohne Prüfung zum Dr. NE promoviert hat.

Baten kennt fast jeden und jeder, der in dieser wunderbaren Stadt am Rhein was zu sagen (in Kirche, Kultur oder Kneipe) oder zu befehlen (Schützen!) hat, kennt, schätzt und respektiert den langjährigen Redaktionschef der angestammten Neuß-Grevenbroicher-Zeitung und seine pointierte Schreibe.

Baten, von Geburt fast Westfale und ursprünglich am tiefen Niederrhein zu Hause, hat in Neuss seine beruflich-persönliche Heimat gefunden. Er ist eins geworden mit dieser Stadt, ohne sich vereinnahmen zu lassen. Er weiß, wen er was fragen muss, um die richtige Antwort zu bekommen. Er kennt die unangenehmen Wahrheiten und die schönen Geschichten. Er ist das, was der Tiroler Beikircher für das Rheinland ist, ein kenntnisreicher Erklärer der Verhältnisse, der Familien und der Verflechtungen. Während Beikircher verkündet „Et ess noch emmer jood jejange“, sagt Baten: „Drenk doch ene mött.“ Denn das verbindende „Prost“ hebt in Neuss die Grenzen auf – zwischen den Parteien, den Konfessionen, den Interessen, zwischen hier Geborenen oder später Angekommenen, zwischen der Pilsfraktion und den Alt-Trinkern. Der Durst verbindet und die Liebe zur Heimat wird gelebt und nicht nur besungen. Ludger Baten trinkt (ab und an) ein Gläschen mit. Er schaut aber vor allem zu, hört genau hin und fragt (kritisch) nach. Weil er selbst Beweg- und Hintergründe verstehen will, kann er alles bestens erklären.

Was in Köln als Klüngel verschrien ist, wird in Neuss als Miteinander gefeiert. Wer einmal mit dem größten Regiment am Rhein über den Markt gezogen ist, fühlt sich der Stadt und ihren Menschen verpflichtet. Nicht um des eigenen Vorteils willen, sondern aus redlicher Überzeugung wird verhandelt und gehandelt. Es geht um die gute Sache (und manchmal auch um den guten Freund). Ludger Baten hat diese Neusser Spielart schnell verstanden und beobachtet ganz genau, ob Grenzen eingehalten werden und das Allgemeinwohl gefördert wird. Weil er dabei ist, kriegt er alles mit. Weil er nah dran ist, aber Distanz wahrt, bleibt seine Meinung klar und unabhängig. Das erfreut nicht alle Entscheider, stärkt aber die NGZ und macht die Zeitung zur Instanz der Meinungsbildung. Baten sei Dank!

Für seine Stadt und die Region setzt sich Ludger Baten ein – in der NGZ, bei RP Online, aber auch durch persönliches Wirken für Soziales, Wirtschaft und Kultur (Brauchtum!) und die deutsch-chinesischen Beziehungen. Ludger Baten ist dabei Mitstreiter und Ratgeber. Er ist vor allem Gesprächspartner: bei seinen öffentlichen Auftritten auf dem blauen NGZ-Sofa und in hintergründigen Runden. Er kann auch auf der Bühne stehen. Dann redet er, wie er in der Zeitung schreibt – auf den Punkt, unterhaltsam, mitreißend.

Ludger Baten ist bald Pensionär und bleibt doch seiner NGZ verbunden. Deshalb muss Neuss nicht auf ihn, seine Beiträge und Auftritte verzichten. Er steht ab 1. Januar nicht mehr in vorderster Reihe, gibt aber weiterhin dem Team um Frank Kirschstein und der Chefredaktion Rat und Hilfe. Er hat aber mehr Zeit für sich und seine Frau Anne – die ihn jetzt häufiger sehen wird.