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Neuss: Lokalrunde füllte die Kneipen

Neuss : Lokalrunde füllte die Kneipen

Auch die zehnte Neusser Lokalrunde sorgte bei den Kneipen für ein volles Haus. Durch das große Angebot verteilte sich das Publikum gleichmäßig. Nur der Regen schreckte wohl noch einige ab.

In vielen Kneipen stand am Sonntag mehr Personal hinter der Theke und das war auch notwendig. Häufig reichten die Tische nicht aus, um alle Gäste der zehnten Neusser Lokalrunde unterzubringen. Das tat der Stimmung aber keinen Abbruch. Schließlich genießt man Livemusik sowieso am besten im Stehen. Das breite Musik-Angebot sorgte dafür, dass sich die Gäste verteilen und alle Kneipen gleichmäßig gefüllt waren.

So versammelte sich beispielsweise im Bahia ein ungewöhnlich altes Publikum zur Jazz-Musik. Gemischter und noch voller war es im Marienbildchen. Dort machten die vielen Besucher die Wege zum Kellnern richtig eng. Zünftig gerockt wurde im Dr. John und im Maxx, auch lange nach Mitternacht. In Richtung Ü40-Party ging es im "Markt 27", wo "DJ Peter" für eine volle Tanzfläche sorgte. Die Jugend traf sich eher im Café Extrablatt, wo bei "Rob und Flo" für jeden Musikgeschmack was dabei war.

Noch jünger waren die Gäste in der Traditionskneipe Im Dom. Die Nachwuchsbands Park´n´Ride, Gewinner des Musikförderpreises der Stadt, und die zwei Musikschulbands Bunny Bones und Betrayers of Babylon machten den Laden voll. "Es war eine super Stimmung", schwärmt Park´n´Ride-Sängerin Clara Krum. Die 18-Jährige, die gleichzeitig Sängerin der Bunny Bones ist, war nach dem Konzert heiser aber glücklich: "Die meisten haben mitgesungen, gesprungen oder getanzt."

Auch Dom-Inhaberin Maria-Luise Arns-Wiertz war zufrieden. "Wir haben bewusst ein junges Publikum eingeladen und das war eine gute Idee." Nach dem "erfolgreichen Testlauf" werden Nachwuchsbands im Dom nun häufiger Gelegenheit zu Konzerten bekommen, sagte Arns-Wiertz.

Auch im Hamtorkrug lief es gut: "Bei einem normalen Konzert habe ich hier 150 Gäste", sagt Hamtorkrug-Inhaber Thomas Wenning, "Heute waren es 400." Dafür hatte auch die bekannteste Band des Abends gesorgt. Das Krautrock-Urgestein "Baumstam" spielte fast vier Stunden lang.

Und so nahm die 1972 gegründete Band einen kleinen Fehler im Programmheft mit Humor zur Kenntnis. Dort wurde Baumstam hinten nämlich fälschlicherweise mit zwei "m" geschrieben. "1972 hat uns die Presse mit einem m geschrieben. Da haben wir uns halt nach dem Fehler benannt", erinnerte sich Klawitter und fügte schmunzelnd hinzu: "In Neuss schreibt man uns jetzt wieder mit zwei m."

B9-Inhaber Peter Lorenz war besonders erfreut über die vielen neuen Gesichter: "Hier sind nicht nur Stammgäste, sondern ein großes Wanderpublikum", sagte er. Wie viele Wirte war sich Lorenz auch sicher: "Der Regen am frühen Abend hat noch einige abgeschreckt. Bei Sonne wäre es noch voller geworden."

(NGZ)