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Neuss: Lichius plant neue Häuser am Stadtwald

Neuss : Lichius plant neue Häuser am Stadtwald

Innenverdichtung ist bei der Gewinnung von neuen Siedlungsflächen ein Gebot der Stunde. Das Bauträgerunternehmen Gert Lichius hat eine solche Fläche erworben und errichtet dort 24 Einfamilienhäuser.

Auf einer Fläche von 6000 Quadratmetern errichtet die Bauträgergesellschaft Gert Lichius ein kleines Quartier, dessen Name schon die Besonderheit der Lage benennt: Stadtwald-Carrée. 24 Familien sollen dort ein Zuhause finden.

Bei der Ausweisung von Grundstücken für Siedlungszwecke ist die so genannte Innenverdichtung nach Überzeugung vieler Planer und Politiker das Gebot der Stunde. Bevor sich die Städte noch weiter in das Umland ausdehnen, sollen verbliebene Freiflächen innerhalb bebauter Grenzen entsprechend ausgenutzt werden. Eine solche innerörtliche Freifläche konnte die Firma Lichius an der Ecke Steinhausstraße/Engelbertstraße auf der Furth erwerben.

In unmittelbarer Nachbarschaft planen die Neusser St.-Augustinus-Kliniken den Bau ihres Demenz-Kompetenz-Zentrums Rheinland (DKR). Dieses Projekt musste angesichts der Kosten gegenüber der ursprünglichen Planung verkleinert werden und befindet sich noch immer im Bebauungsplan-Verfahren. Ursprünglich war geplant gewesen, dass das DKR im kommenden Jahr in Betrieb gehen wird. Faktisch sieht es aber eher danach aus, dass 2014 nur das Projekt Stadtwald-Carrée zum Abschluss kommt.

"Wir garantieren in den Kaufverträgen alle Termine", erklärt Herbert Koep, der Vertriebsleiter der Firma Lichius. Also auch die Fertigstellung aller Außenanlagen bis Ende 2014. Baubeginn ist deshalb im Juli, ganz unabhängig vom aktuellen Verkaufsstand. Die Resonanz möglicher Interessenten auf dieses Angebot, das erst seit Samstag in der Vermarktung ist, sei "ordentlich", so Koep. Bislang seien es vor allem Neusser Familien, die sich melden, sagt er.

Reihenhäuser und Doppelhaushälften mit zusammen 24 Wohneinheiten wird Lichius bauen. "Das wird ein schönes Quartier" sagt Koep mit Blick auf die Anordnung der Hausgruppen zu einem Carrée. Das soll eine angenehme Privatsphäre schaffen. Während die äußere Form der Häuser — etwa die Firsthöhe — der Bebauungsplan der Stadt vorgibt, können die Kunden auf die Gestaltung im Detail Einfluss nehmen. Und zwar deutlich über die Auswahl von Fliesen und Armaturen hinaus. "Wer aber eine Abböschung zum Keller haben möchte, weil er Modelleisenbahner ist, der sollte sich rechtzeitig melden", sagt Koep. "Das geht während der Bauarbeiten nur noch schwer."

Angeboten werden die Häuser mit einer Wohnfläche zwischen 143 und 170 Quadratmetern zu Preisen zwischen 349 000 und 398 000 Euro. Immer gehört zum Haus auch der Grund und Boden, wobei die Baugrundstücke zwischen 200 und 300 Quadratmetern groß sind. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe als Heizung nutzt erneuerbare Energien aus.

Zielgruppe für die Neubauwohnungen sind junge Familien, sagt Koep. Neben dem geplanten Demenz-Kompetenz-Zentrum sei mit Absicht nicht auch noch ein Projekt für altengerechtes und barrierefreies Wohnen platziert worden. "Alt und Jung sollte man nicht überall zu trennen versuchen", sagt er. Das Carrée sieht er deshalb auch eher als Fortsetzung der Wohnhausbebauung an der Steinhausstraße.

(NGZ/ac)