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Neuss: Leserwünsche für das Dreikönigenviertel

Neuss : Leserwünsche für das Dreikönigenviertel

Der NGZ-Ortstermin im Haus Obererft zum Leben im Dreikönigenviertel war zugleich auch ein Treffen von engagierten Bürgern, die ein Wunsch einte: Sie wollen bei städtischen Planungen stärker einbezogen werden.

Finanzamt Auf dem Areal des leerstehenden Gebäudes wünscht sich Melanie Burkhard Einfamilienhäuser. Allerdings glaubt sie nicht, dass man sich nach Bürgerwünschen richtet. "Das Problem", ergänzte ihr Mann, "ist doch, dass vorher gemauschelt wird, dann fällt eine Entscheidung, und man kann nichts mehr machen."

Botanischer Garten Ob der kaum genutzte Spielplatz, dessen Gestaltung auch am Betonboden (von einem alten Bunker) scheitert, an der richtigen Stelle ist, wurde bezweifelt. Herbert van Hüllen vom Förderverein des Botanischen Gartens kann sich auch gut vorstellen, den Spielplatz stärker zum Schulgarten bzw. zum Botanischen Garten hin zu öffnen.

Bergheimer Straße Das T-Shirt von Ethel Schrage und Bernd Roloff demonstrierte, was die Initiative vor allem erreichen will: eine Tempo-30-Zone. "Mit dem Radweg und der einspurigen Fahrbahn haben wir schon etwas erreicht", sagte Roloff, "aber von Tempo 30 sind wir noch weit entfernt." Zudem wünschen sich die Anwohner eine durchgehende Radwegverbindung über den Ebert-Platz hinweg.

Schillerstraße "Wenn da 300 neue Wohnhäuser entstehen, kann man das Viertel abschreiben." Nicht nur Elmar Siepe hält die Wohnbebauungspläne für das Gelände des Alexius-Klosters für überdimensioniert und befürchtet einen großen Einschnitt in das Erholungsgebiet Obererft, wenn die Schillerstraße dafür verlängert wird. "Das wird ein zweiter Ring", sagt auch Anke Sohn. Eine Erschließung des neuen Wohngebiets, so der Vorschlag, wäre auch über die Nordkanalallee möglich. Ohnehin wäre es den Anwohnern rund um die Straße An der Obererft am liebsten, wenn das ganze Gebiet zur Tempo-30-Zone erklärt werden würde. Hinter der abknickenden Vorfahrt Richtung Hammfeld würden die Autofahrer sehr beschleunigen, beklagte Hans Gaspers.

Weingartstraße Dreck und Unrat von rauchenden Schülern des dortigen BBZ wie auch die große Parkplatznot wurden allgemein beklagt. Das Berufsbildungszentrum habe einfach viel zu wenige Parkplätze.

(NGZ)