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Neuss: Lehrer beteiligen sich an Streik in Düsseldorf

Neuss : Lehrer beteiligen sich an Streik in Düsseldorf

Neusser Schulen müssen heute mit weniger Lehrern auskommen, denn am Lehrerstreik in Düsseldorf werden sich auch Pädagogen aus der Quirinusstadt beteiligen, kündigt die Bildungsgewerkschaft GEW an.

"Es wird Zeit, dass wir unseren Forderungen endlich Luft machen", sagt Andrea Bremer, Vorsitzende GEW Rhein-Kreis.

6,5 Prozent mehr Lohn fordern die angestellten Lehrer der 170 Schulen im Rhein-Kreis. Betroffen von Lohnunterschieden zu ihren beamteten Kollegen sind kreisweit knapp 900 der insgesamt 3300 Lehrkräfte.

In Neuss ist jeder sechste Lehrer als Angestellter tätig, von 1634 Lehrern sind in der Quirinusstadt 236 Angestellte. Dabei sind die Schulen unterschiedlich stark von dem Warnstreik betroffen, je nachdem, wie viele angestellte Lehrer sie beschäftigen. So werden etwa am Humboldt-Gymnasium nur zwei Lehrer in den Streik treten, wie Schulleiter Gerhard Kath bestätigt, während an der Janusz-Korczak-Gesamtschule 15 von 75 Lehrern Angestellte sind, die an dem Streik teilnehmen können. Unterrichtsausfall könne nicht vermieden werden, sagt Schulleiter Achim Fischer, der aber auch betont: "Streik ist ein Grundrecht".

Daher sei die Stimmung im Kollegium unterstützend, zumal viele seine angestellten Lehrer die gleiche Ausbildung haben wie ihre verbeamteten Kollegen. "Zu Zeiten der Lehrerschwemme hatten diese Lehrer einfach Pech", sagt Fischer. Sie fanden nicht sofort eine Stelle, sondern wurden erst später eingestellt — eine Verbeamtung war dann nicht mehr möglich.

"Die Folge sind Gehaltsunterschiede von bis zu 600 Euro", sagt GEW-Vorsitzende Andrea Bremer, die gleichen Lohn für gleiche Arbeit fordert. Sie wird heute mit dem 20-köpfigen Vorstandsteam der GEW Rhein-Kreis nach Düsseldorf fahren, um zu streiken. "Wir fordern mehr Fairness im Lehrerberuf ein", sagt Bremer.

(hko)