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Neuss: Laute Demo am Rathaus zur Konradschule

Neuss : Laute Demo am Rathaus zur Konradschule

Mit Pfeifen, Trommeln und Bannern protestierten die Eltern und Schüler der St.-Konrad-Schule lautstark vor dem Rathaus. Grund dafür sind die Pläne der Stadtverwaltung, ein Teil des Schulgeländes zu verkaufen und das Schwimmbad der Schule zu schließen.

Auf den Erweiterungsflächen der Schule sollen Einfamilienhäuser entstehen. Dafür müssten ein Kinderspielplatz, eine große Wiese und die unter Naturschutz stehende Blutbuche weichen.

"Die Kinder sind wütend, dass ihr geliebter Baum gefällt werden soll und haben einen Brief an Bürgermeister Napp geschrieben", sagt Michael Schmitt, Vorsitzender der Schulpflegschaft. Wie ernst der Schule das Thema ist, zeigt die große Beteiligung von Eltern und Schülern. Stephanie Wellens, Vorsitzende des Schulausschusses, erklärte zwar, dass das Schwimmbad nicht geschlossen werde, wenn die St.-Konrad-Schule keine andere Schwimmmöglichkeit findet. Aber: "In das Schwimmbecken müssen noch 330 000 Euro investiert werden", doch dafür fehle derzeit das Geld.

Die Kinder lassen sich nicht beeindrucken und sammeln weiter Unterschriften. Noch vor Weihnachten wollen sie diese dem Bürgermeister übergeben. "Aber das sind nicht die einzigen Ärgernisse", erklärt Schmitt. "Die Sanierung des 50 Jahre alten Gebäudes läuft seit drei Jahren. Nun soll die Fertigstellung auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Dabei sind erst zwei von vier Gebäuden renoviert." Vor allem die Sanitäranlagen seien in einem unzumutbaren Zustand.

Michael Schmitt und Stephanie Wellens sind sich aber einig, dass ein Kompromiss gefunden werden muss. "Es wird noch lange dauern, bis eine Entscheidung gefallen ist", sagt Wellens.

(NGZ)