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Neuss: Laserattacke auf Flugzeug: Anklage erhoben

Neuss : Laserattacke auf Flugzeug: Anklage erhoben

Im Strafverfahren gegen drei Brüder aus Weckhoven, die mit einem so genannten Laser-Pointer den Piloten eines Urlaubsfliegers geblendet haben sollen, ist nun gegen zwei dringend Tatverdächtige Anklage erhoben worden. Das bestätigte gestern Kai Krüger, Richter am Amtsgericht Neuss und Pressesprecher. Einen Termin für die Hauptverhandlung vor dem Jugendschöffengericht kann der Vorsitzende Richter Heiner Coellen noch nicht benennen. Den Betroffenen müsse die Anklage erst formell zugestellt werden. Außerdem könnten sie zu den Vorwürfen Stellung nehmen, bevor entschieden wird, ob es überhaupt zu einer mündlichen Verhandlung kommt.

Die beiden Brüder – der jüngere war zum Tatzeitpunkt 20 Jahre alt, fällt damit noch unter das Jugendstrafrecht, waren Ende Juli vergangenen Jahres unter dem dringenden Verdacht festgenommen worden, einen Airbus A 330 im Landeanflug auf den Düsseldorfer Flughafen in einer Höhe von 1300 Meter mit einem grünen Laser mehrfach angeblitzt zu haben. Solche Laser-Attacken werden als gefährlicher Eingriff in den Luftverkehr strafrechtlich verfolgt. Denn das Blenden eines Piloten mit einem gebündelten Lichtstrahl kann im schlimmsten Fall zur Erblindung auf jeden Fall aber zu Irritation führen. Ein Sicherheitsrisiko.

Laser-Attacken haben nach offiziellen Angaben in den vergangenen Monaten dramatisch zugenommen. Allein der Düsseldorfer Flughafen alarmierte in den ersten neun Monaten des Vorjahres aufgrund von Pilotenhinweisen 15 Mal die die Polizei. Festnahmen allerdings sind höchst selten.

(NGZ)