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Kunstrasenplatz fehlt: TuS Reuschenberg denkt über Aufnahmestopp nach

Fehlender Kunstrasenplatz in Neuss : In Reuschenberg droht Aufnahmestopp für Jugendfußballer

Der TuS Reuschenberg ist kurz davor, einen Aufnahmestopp für die Jugendabteilung der Fußballer zu verhängen.

Das bestätigte Willi Mohren, der Geschäftsführer des Vereins, auf Anfrage. Für die Jugendarbeit wäre das ein echter Dämpfer, sagt Claus Bröckers vom Vorstand der Fußball-Jugend. „Aber wir bekommen einfach nicht noch mehr Kinder auf den Platz“, erklärt er diese Entscheidung.

Für „Platznot“ sorgt die Ankündigung der Stadt, dass die Bezirkssportanlage an der Jakob-Koch-Straße in diesem Jahr nicht mehr mit einem Kunstrasenplatz ausgestattet wird. Bei einem verfügbaren Rasenplatz, der aber von Oktober bis März für den Spiel- und Trainingsbetrieb gesperrt ist, und einem Ascheplatz, der nach Regen schnell unbespielbar ist, gehen dem Verein aber die Optionen aus. Trotzdem verfüge man mit 300 aktiven Fußballern in 16 Mannschaften über eine der größten Jugendfußball-Abteilungen im Stadtgebiet. „Unser Platzwart macht noch immer viel möglich“, sagt Bröckers, der gleichwohl seit einem Jahr die Meldung weiterer Mannschaften drosselt.

Im Sportausschuss Mitte des Monats hatte die Verwaltung die Politik davon in Kenntnis gesetzt, dass es mit einem ganzjährig nutzbaren Kunstrasenplatz für Reuschenberg in diesem Jahr nichts wird. Die Politik hatte sich zwar empört und auf den anders lautenden Ratsbeschluss verwiesen, musste am Ende aber die Fakten akzeptieren.

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Die Abteilungsleitung der TuS-Fußballer brachte die Stadt damit in Erklärungsnot. Auf Facebook und auf der Internetseite entschuldigt sie sich jetzt bei Kindern, Eltern und Trainern dafür, dass sie vielleicht etwas vorschnell eine Verbesserung der Trainings-Bedingungen in Aussicht gestellt hatt. „Leider haben wir der Stadt vertraut, was augenscheinlich doch sehr naiv war“, heißt es in dem Schreiben. Diese Zeilen, so betont Bröckers, seien nicht als Vorwurf zu verstehen und auch nur an die eigenen Mitglieder gerichtet, die seit drei Jahren auf den Kunstrasenplatz warten – und weiter vertröstet werden.

(-nau)