Kunst und Workshops rund um den "Mann mit Rose" von Stephan Balkenhol

Impulsgeber ist der „Mann mit Rose“ von Stephan Balkenhol: Kunst und Genuss im Namen der Rose

Die Augustinus-Kliniken feierten den internationalen Tag der Rose an der Nordkanalallee.

Seit knapp einem Jahr schaut er in die Ferne. Mit einer Rose in der Hand als Gruß, der im Moment vielleicht nicht von allzu vielen Menschen in der Stadt wahrgenommen wird. Denn der überlebensgroße  „Mann mit Rose“ von Bildhauer Stephan Balkenhol steht an der Nordkanalallee, die derzeit für den Durchgangsverkehr gesperrt ist. So muss man ihn schon bewusst besuchen, einen Anlass haben, das Gebäude hinter ihm, das Haus für seelische Gesundheit der Augustinus-Kliniken, zu betreten. Was am Dienstag vielfach geschah, denn der internationale Tag der Rose war der Anlass für ein umfangreiches Programm, das Kunst, Kultur und Workshops vereinbarte. Rund 100 Besucher wurden gezählt, sagte Sprecherin Anja Köhler.

Kunst meint vor allem Bilder, die von diversen Künstlern aus Neuss und Umgebung und auch Patienten der Klinik gemalt, gezeichnet oder collagiert und in einer Ausstellung  präsentiert wurden. Rund 50 Bilder in den verschiedensten Techniken wurden gezeigt, 35 davon auch versteigert. Am Ende des Abends waren bereits 20 Werke verkauft und ersteigert, so dass eine Summe von 3000 Euro zusammenkam, die die Augustinus-Kliniken der Burundi-Hilfe spenden. Die übrigen 15 Bilder hängen noch und können zum ausgewiesenen Preis gekauft werden. Zudem, so sagt Köhler, seien in einer aufgestellten Spendenbox noch etwas mehr als 100 Euro ebenfalls für die Burundi-Hilfe gesammelt worden.

Kultur meint das „Literarische Rendezvous“ mit Stephan Thönneßen, (gelernter) Buchhändler aus Dormagen, der dabei aus dem „Bericht einer Heilung“ mit dem Titel „Ich hab dir nie einen Rosengarten versprochen“ (Hannah Green) las. Zumindest der Titel war es, der auch Stephan Balkenhol einst inspiriert hatte. Kultur meint auch die musikalische Begleitung durch die Sängerin Danny Donatz (aus Neuss) und Countertenor Johannes Reichert (in Bilbao aufgewachsen). Oder die „virtuelle Zeitreise“ der  Kunsthistorikerin Gabriele Bundrock-Hill, die den vielen Zuhörern von der „Rose als Symbol“ erzählte.

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Workshops verhalfen zu selbst hergestelltem „Rosen-Badesalz“ und zu Erkenntnissen über die Rosenpflege im eigenen Garten. Denn rund um den künstlichen „Mann mit Rose“ prangen echte Rosen, in voller Blüte und zumeist eher zarten Farben. Das Wetter spielt dabei auch mit,  es war nicht zu heiß und vor allem: Es regnete nicht.

Das Motiv der Rose schlug sogar bis zum „kulinarischen Buffett“ durch: Rosenbutter, Rosensalat und Rosensirup-Bowle wurden angeboten.

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