Kunst und Kultur am Tag des Botanischen Gartens in Neuss

Besuch im Lehrgarten von Neuss : Kunst und Kultur am Tag des Botanischen Gartens

Kreativ, aktiv und gleichzeitig entspannt: So beschreibt Gerhard Vasen vom Verein der Freunde und Förderer des Botanischen Gartens in Neuss das Programm, mit dem er und seine Mitstreiter am Sonntag, 26. Mai, zum „Tag des Botanischen Gartens“ einladen.

„Kunst im Garten“ steht im Untertitel dieser Veranstaltung, die es seit Gründung des Vereins im Jahr 2001 gibt. So ist es auch dieses Mal.

Bevor allerdings das Programm richtig durchstartet, wollen Bürgermeister Reiner Breuer und die Fördervereinsvorsitzende Renate Tillmanns um 11 Uhr eine besondere Ehrung vornehmen. Sie erinnern an Herbert Rothstein, den im vergangenen Jahr verstorbenen Gründungsvorsitzenden der „Freunde und Förderer“. Rothstein, der seit 2013 Ehrenvorsitzender des Vereins war, hatte maßgeblichen Anteil daran, dass Pläne, den Lehrgarten im Dreikönigenviertel für den Bau von Wohnhäusern zu opfern, nicht zum Tragen kamen. Der ehemalige Garten- und Landschaftsarchitekt und seine Mitstreiter erreichten stattdessen, dass die Artenvielfalt in der Anlage, die 1914 als Schulgarten angelegt worden war, noch wuchs.

„Ein Besuch lohnt immer“, hatte Rothstein stets betont, der in dem Buch „Der Botanische Garten stellt sich vor“ das Kapitel „Winter“ füllte. Dieser Satz gilt mehr denn je, denn die inzwischen auf Initiative des Vereins unter Denkmalschutz gestellte Anlage wurde um Flächen der ehemaligen Stadtgärtnerei erweitert und erhielt an der Bergheimer Straße einen neuen Eingang, der wie ein Quartiersplatz wirkt. Die Umgestaltung des Gegenstücks an der Körnerstraße ist beschlossene Sache.

An beiden Seiten stehen am Sonntag die Tore schon früh auf. Denn um 9 Uhr bietet Eberhard Strotkoetter eine – vorgezogene – Vogelstimmenwanderung an. Eine erste Führung durch diese Gartenanlage startet um 10 Uhr unter Führung von Georg Gremmer, eine weitere gibt es um 15 Uhr.

Den Tag nutzen die Bürgerstiftung, der Bund für Umwelt und Naturschutz, aber auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, um ihre Arbeit vorzustellen. Vor allem aber gehört der Tag der Kunst. Zehn Künstler stellen ab 10 Uhr ihre Bilder, Collagen, Plastiken oder auch Skulpturen aus, dazu gibt es viel Musik – und Literatur. Birgit Wilms liest ab 12.45 Uhr aus „Dunkle Geschichten aus Neuss“.

Der Tag klingt um 17 Uhr mit einer ökumenischen Vesper aus, die von Pfarrer Franz Dohmes und Diakon Hermann-Josef Lorenzen gestaltet wird. Und wer danach noch Zeit, Lust und Muße hat, kann sich einem Jedermann-Chor anschließen, der am Abend zum Mitsingen einlädt. Christoph Kleinau

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