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Kunst im AlpiNEum Neuss: Eröffnung der Ausstellung

Gruppenausstellung im AlpiNEum in Neuss : Der Yeti im Gewölbekeller

Die Ausstellung „Hohe Kunst“ im AlpiNEum zeigt neben Fotografien und Bildern mit alpenländischen Motiven auch eine überraschende Skulptur.

Christoph Rehlinghaus hat aus der früheren Gaststätte An de Porz an der Oberstraße 7 das AlpiNEum gemacht. Dort wurde am Samstag die erste Ausstellung eröffnet mit Küstlerinnen und Künstler der Künstlergruppe Kunst.Neuss.

Rehlinghaus läutete mit einer großen Kuhglocke, und seine Aufforderung „Ab ins Tal“ bedeutete nichts anderes als den Abstieg in den Gewölbekeller. Die konsequent alpenländische Kulisse scheint zunächst den Künstlern die Schau zu stehlen. Rehlinghaus spricht von einem „Perspektivwechsel mit Erkenntnisgewinn“.  Und er verspricht „nachhaltiges Staunen und Gucken“.

Zur Fraktion der Fotokünstler gehört Hilla Becker. Zum Thema der Ausstellung, „Hohe Kunst“, steuert sie unter anderem ein Bild bei, das zwischen morbidem Charme und alpenländischer Gemütlichkeit angesiedelt ist. Susanne Altweger zeigt ebenfalls, dass die Bergwelt nicht nur aus noblen Ferienhotels besteht. Ihr Foto mit alten Wanderschuhen dient als Beweis. Thomas Selzers Foto basiert wiederum auf einer alten österreichischen Briefmarke  mit einem Reh als Hauptmotiv. Der Fotokünstler Amédé Ackermann hat ein Haus in eine Berglandschaft gesetzt und dabei auf allen Schnickschnack verzichtet. Das Haus wirkt so, als gehöre es wie selbstverständlich genau auf diesen Flecken Erde, das Foto wirkt aus der Distanz wie Malerei.

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Neben der Fotografie ist die Malerei stark vertreten. Inge Martin zeigt eine Bergwelt, in der nichts von der Kraft und der Schönheit der Alpenwelt ablenkt. Ganz helle Farben und Blautöne reichen, um der faszinierenden Bergwelt gerecht zu werden. Silja Meier zeigt vor allem zarte Aquarelle. Ins AlpiNEum passt am besten das kleinformatige Bild vom Bergauf – und Abstieg. Petra Missal´s Monotypien spiegeln die Bergwelt auf sehr reduzierte Weise wider. Babette Lutz-Lorenz zeigt unter anderem eine kleine Serie von Arbeiten, die klar gegliedert sind: Als Hingucker dient ein Dreieck in unterschiedlichen starken Farben, über dem je ein Foto eines sporttreibenden Menschen steht – Menschen, für die der stilisierte steile Berg offenbar mehr Herausforderung als Hindernis darstellt. Aber die Neusser Künstlerin kann auch ganz anders, wie ihr Bergbild beweist, das jede Menge Kraft versprüht – Lebenskraft?

Gisela Gelzhäuser ist zwar Malerin, sie steuert zu dieser Ausstellung aber auch eine Skulptur bei, einen Yeti. Neben den genannten stellen im AlpiNEum noch weitere Künstlerinnen und Künstler ihre sehenswerten Arbeiten aus.

Info Die Ausstellung ist bis zum 22. September zu folgenden Zeiten geöffnet: Freitags von 14 bis 19 Uhr, samstags von 10 bis 16 Uhr sowie sonntags von 12 bis 16 Uhr.