Neuss: Künstlergruppe "Querschnitt" bietet interessante Arbeiten an

Neuss: Künstlergruppe "Querschnitt" bietet interessante Arbeiten an

Die Arbeiten der 14 Künstler sind noch bis zum 11. März im Romaneum während der Öffnungszeiten zu sehen.

Es ist die 33. Ausstellung der Künstlergruppe "Querschnitt", die gestern im Romaneum an der Brückstraße 1 eröffnet wurde. Insgesamt stellen 14 Künstlerinnen und Künstler aus - elf "Querschnitt"-Mitglieder und drei Gäste. "Ich meine, es ist eine gute und sehenswerte Ausstellung geworden", sagte Robert Jordan. Jordan, der Vorsitzende des Neusser Künstlerkreises, zu dem "Querschnitt" gehört, stellte alle Beteiligten kurz vor.

Als Schirmherr der Ausstellung und einer der "Hausherren" des Romaneums begrüßte der Leiter der Musikschule, Holger Müller, die Vernissage-Besucher. Und mit Greta Behr (Gesang) und Anton Hipp (Klavier) hatte er zwei Talente seiner Schule mitgebracht, die eine Kostprobe ihres Könnens gaben.

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Mit Können hat auch das zu tun, was jetzt zwei Wochen lang an den Wänden hängt oder auf Podesten steht. Zunächst kurz etwas zu den drei Gästen: Gabriela Drees-Holz aus Liedberg zeigt unter anderem Objekte aus ihrer Kissen-Serie. Ein herausragendes Exponat ist das mit unzähligen Zahnstochern gespickte Styroporkissen, das aussieht wie ein quadratischer Igel. Außergewöhnliche Werke steuert auch ein anderer Gast bei, nämlich Jörg-Peter Köhler aus Düsseldorf. Der Künstler, der als Kunsttherapeut in den St.-Augustinus-Kliniken arbeitet, zeigt unter anderem Schwarzweißbilder, die an Comics erinnern. Die bizarr-kantigen Figuren sind nackt, stellen statt Kleidung ihr Innenleben zur Schau und sind dem Abgrund oft nicht fern.

Brigitte Loschert präsentiert unter anderem sehr spezielle, sehr gelungene Orchideen-Bilder, "Wilde Orchideen", die ihrem Namen alle Ehre machen, scheinen sie doch auf dem Feld der Freien Malerei "gewachsen" zu sein. "Alles wird gut", könnten die abstrakten Arbeiten von Ramona Lauth heißen: Yin und Yang scheinen explodiert zu sein, später ergibt sich aber Neues, Helles, Hoffnungsvolles aus dem Desaströsen. Thomas Graics' Fotos zeigen Gewässer von oben, was der Betrachter nicht unbedingt erkennen kann. Die Arbeiten von Ulrike Wamprecht, Monotypien auf Gelantine-Platte, sind der geglückte Versuch, Muster und Farben in Einklang zu bringen. Gisa Rosa hat jeweils zwei Dreiecke zu einem quadratischen Ganzen zusammengefügt - die Bilder verkörpern Beziehungen zwischen Mann und Frau. Anton Bäumer, Lilo Juscyk, Henrika Kux, Marita Mülders, Gisela Schmachtenberg-Scherlitzki, Franziska Schretzmann und Susana Völker sind ebenfalls mit interessanten Arbeiten vertreten. Die Ausstellung ist bis zum 11. März während der Öffnungszeiten des Romaneums zu sehen sowie samstags von 11 bis 18 Uhr und sonntags von 14 bis 17 Uhr.

(NGZ)