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Krankenhausfusion im Rhein-Kreis Neuss war eine zeitliche Punktlandung

Neusser Woche : Blaupause für Klinik-Landschaft

Gut gemacht. Alle, die konstruktiv an der Krankenhausfusion beteiligt waren, verdienen ungeteiltes Lob. Landrat Petrauschke (CDU) und Bürgermeister Breuer (SPD) durchbrachen die lähmende Hängepartie, hinter den politischen Fraktionsreihen war Dieter Welsink (CDU) aktiv. Die Geschäftsführungen, Sigurd Rüsken vornweg, hielten Kurs und die (Chef-)Ärzte begeisterten sich für die Sache.

Auch die, für die sich am meisten verändern wird, blieben nicht stur: 3700 Mitarbeiter. Schwestern und Pfleger müssen ebenso wie technisches Peronal und Verwaltungangestellte jetzt die „innere Fusion“ leben. Ihre letztlich konstruktive Haltung im Meinungsbildungsprozess verdient großen Respekt. Aufsicht und Geschäftsführung sind gut beraten, dieses verantwortungsvolle Mittun der Belegschaft in dem beginnenden Prozess der Verzahnung und Umstrukturierung nicht zu vergessen.

Allen Schwierigkeiten, die es gab und die noch kommen werden, zum Trotz. Die Fusion der Rhein-Kreis Kliniken mit Häusern in Dormagen und Grevenbroich, mit dem „Lukas“ in Neuss, Rheintor-Klinik inklusive, war richtig und kommt zeitlich gesehen einer Punktlandung gleich. NRW-Gesundheitsminister Laumann veröffentlichte Donnerstag ein Gutachten, dessen Botschaft lautet: Es gibt zu viele Krankenhäuser in NRW. Während andernorts über Schließungen diskutiert wird, kann im Rhein-Kreis schon jetzt die Zukunft der medizinischen Versorgung der Menschen organisiert werden. Das ist ein gutes Gefühlt. Bravo! Nebenbei ist die „Neusser Fusion“ die Blaupause für die Klinik-Landschaft in NRW.